Bauernproteste auf den Philippinen: Drei Tote und über 100 Verletzte

2. April 2016, 10:31
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Landwirte fordern von Regierung Nahrungsmittelhilfen wegen Dürre

Manila – Bei gewaltsamen Protesten von Bauern gegen die anhaltende Dürre auf den Philippinen sind nach Angaben einer Demonstrationsführerin drei Menschen getötet und über hundert weitere verletzt worden. Reportern berichtete von Schüssen und Steinwürfen bei den Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizei am Freitag im südlichen Kidapawan.

Nach Angaben der Initiatoren der Proteste schossen Polizisten am Freitag bei der Auflösung einer Straßenblockade auf die Demonstranten. Rund 6.000 Bauern protestieren dort seit Mittwoch und fordern von der Regierung 15.000 Säcke Reis als Unterstützung. "Wir haben um Reis gebeten und Kugeln bekommen", sagte Norma Capuyan, die bei den Ausschreitungen anwesend war. "Die Bauern verhungern." Ihren Angaben zufolge setzte die Polizei auch Wasserwerfer ein, um die Menge auseinanderzutreiben.

Drei Menschen erschossen

Laut unterschiedlichen Quellen wurden drei Menschen erschossen, 116 Demonstranten wurden verletzt und 89 weitere galten nach den Zusammenstößen als vermisst. Die Polizei werde den Vorfall untersuchen, sagte ein Sprecher von Präsident Benigno Aquino. Offiziell wurden die Todesfälle vorerst nicht bestätigt.

Ihren Angaben zufolge wurden auch 40 Beamte verletzt. Die Einsatzkräfte hätten versucht, den Protest friedlich zu beenden, die Bauern hätten aber damit begonnen, Steine und Äste auf die Polizisten zu werfen, sagte ein Polizeisprecher. Präsidentensprecher Manolo Quezon sagte, es seien Ermittlungen eingeleitet worden. Es gebe keinen Grund dafür, dass jemand sterben müsse, weil er seine Regierung um Hilfe bitte. Der Inselstaat wird seit Dezember von einer Trockenperiode beherrscht. Grund dafür ist das Wetterphänomen El Nino. (APA, 2.4.2016)

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