Deutschland nimmt zunächst 1.600 Flüchtlinge aus Türkei

2. April 2016, 12:32
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Bei Bedarf 13.500 weitere Syrer

Berlin – Im Rahmen des EU-Türkei-Flüchtlingsabkommens will Deutschland einem Medienbericht zufolge zunächst 1.600 Flüchtlinge aus der Türkei aufnehmen. Bei Bedarf werde die Regierung weitere 13.500 Plätze bereitstellen, meldete die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf das Innenministerium in Berlin.

Bereits am Montag könnten die ersten Flüchtlinge eintreffen. "Es wird zunächst eine niedrige bis mittlere zweistellige Anzahl von Personen aufgenommen", zitierte die Zeitung einen Sprecher.

Die EU und die Türkei hatten Mitte März vereinbart, dass alle ab dem 20. März in Griechenland illegal ankommenden Flüchtlinge in die Türkei zurückgeschickt werden. Zuvor müssen diese registriert und ihre Asylanträge aufgenommen werden. Die eigentlichen Rückführungen sollen am 4. April starten. Im Gegenzug hat die EU zugesagt, syrische Flüchtlinge direkt aus der Türkei zu übernehmen.

Erste Flüchtlinge in Niederlanden

In den Niederlanden werden die ersten syrischen Flüchtlinge, die legal und direkt aus Flüchtlingslagern in der Türkei einreisen, am Montag oder Dienstag erwartet. Ein Sprecher des Justizministeriums sagte in der Nacht auf Samstag in Den Haag, diese Aufnahme erfolge unter der beim EU-Gipfel mit Ankara vereinbarten Bedingung, dass die Türkei syrische Flüchtlinge aus Griechenland zurücknimmt.

Wie viele Syrer die Niederlande aus der Türkei erwarteten, sagte der Sprecher nicht. Nach einem Bericht des niederländischen Fernsehens NOS sollten zunächst vor allem Familien mit Kindern aufgenommen werden. Deutschland will zunächst 1.600 Flüchtlinge aus der Türkei aufnehmen. Einem Sprecher des deutschen Innenministeriums zufolge sollen die ersten bereits am Montag eintreffen. Es werde sich um eine "niedrige bis mittlere zweistellige Anzahl von Personen" handeln. Für Österreich gibt es laut Innenministeriumssprecher Karl-Heinz Grundböck "derzeit noch keine zeitliche Perspektive" für die Aufnahme syrischer Flüchtlinge.(APA, 2.4.2016)

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