Eisschmelze der Antarktis womöglich unterschätzt

2. April 2016, 11:31
7 Postings
foto: michael van woert, noaa/nesdis/ ora
Im Vergleich zu künftigen Gletscherfronten ist diese hier eher winzig.

Amherst – Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen. Dieser Kalauer trifft in besonderem Maße auf Prognosen zum Anstieg des Meeresspiegels zu. Diesbezüglich gibt es eine neue Hiobsbotschaft: Robert DeConto (University of Massachusetts) und David Pollard (Pennsylvania State University) behaupten im Fachblatt "Nature", dass in den bisherigen Berechnungen zwei glaziale Prozesse unterschätzt wurden.

Zum einen sei die Wirkung von erwärmter Luft und Regen auf die Oberfläche der Gletscherzungen größer als gedacht. Zum anderen könnte es beim Abschmelzen zu bis zu 90 Meter hohen Eiskanten kommen, die kollabieren. Beide Vorgänge würden dazu führen, dass allein die Eisschmelze in der Antarktis die Meere bis zum Jahr 2100 um einen Meter ansteigen lasse. (red, 2.4.2016)

Share if you care.