Hunderte Wiener Taxler demonstrierten gegen Fahrtendienst Uber

1. April 2016, 16:38
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Organisator zählte 500, Polizei 200 Teilnehmer – Kolonne fuhr von der Donaustadt bis zum Bundeskanzleramt

Wien – Die Wiener Taxler haben am Freitagnachmittag ihren Unmut über den Fahrtenvermittler Uber kundgetan. Der Verein Taxiclub Wien hatte zu einer Demo aufgerufen. Laut dessen Obmann Wolfgang Eberling schlossen sich rund 500 Taxifahrer dem Konvoi mit Endstation vor dem Bundeskanzleramt an. Die Polizei sprach von 200.

Die Unternehmer brachen gegen 14 Uhr von der Wagramer Straße in Richtung Innenstadt auf. Über den Praterstern und die Praterstraße ging es mit kollektivem Hupen auf den Ring, wo die Kolonne, eskortiert von der Polizei, Richtung Ballhausplatz rollte. Direkt vor das Bundeskanzleramt wurden allerdings nur 50 Autos gelassen.

Weitere Proteste geplant

Eberling zeigte sich mit dem Zulauf zufrieden. Man wolle die Politik zum Handeln bewegen, da Uber sich nicht an Gesetze halte und das Taxigeschäft ruiniere. Sollte sich die Situation nicht ändern, seien weitere Protestmaßnahmen denkbar.

Die offizielle Interessenvertretung findet den Taxleraufstand nicht ideal. Die Innung hatte sich am Donnerstag von der Kundgebung distanziert. Man setze lieber auf rechtliche Schritte gegen Uber-Fahrer als auf "blanken Aktionismus", hieß es. Die Innung ist auch für die Mietwagenbranche zuständig, Uber kooperiert in Wien auch mit Mietwagenunternehmern.

Bezirkschef Figl empört

Die Taxidemo sorgte auch beim Bezirkschef der Inneren Stadt, Markus Figl (ÖVP), für Ärger. Denn sie reihe sich in eine Reihe von Kundgebungen am Ring. "Die Ringsperren nehmen Dimensionen und Auswüchse an, bei welchen die Innere Stadt zeitweise komplett vom Rest Wiens abgeschnürt wird. Das darf nicht sein. Auch hier leben und arbeiten Menschen, die zufahren müssen. Die Ringstraße ist nicht das Freizeitzentrum Wiens", sagte Figl. Das Demonstrationsrecht dürfe nicht missbraucht werden.

Für die Taxidemo wurden allerdings keine Straßenabschnitte gesperrt. Die Kolonne fuhr im fließenden Verkehr mit. (APA, 1.4.2016)

  • Taxlerdemo in Wien.
    foto: apa/herbert pfarrhofer

    Taxlerdemo in Wien.

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