Aprilscherze im Netz: Schabernack von Google, der ESA und den Wiener Linien

1. April 2016, 08:06
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Hofer bringt eigenes Telefon und Google stellt "Cardboard Plastic" und "Mic Drop" für Gmail vor

Wie die Tradition des Aprilscherzes wirklich entstanden ist, gilt als nicht gesichert. Klar ist hingegen, dass sich kaum ein Unternehmen den jährlichen Spaß entgehen lassen will. Deshalb ist auch 2016 ein ganzes Feuerwerk an Scherzen zu erwarten.

Im vergangenen Jahr sorgte FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache für Schlagzeilen, nachdem er einen Scherz ("Der Schnitzelpanier droht ein EU-Verbot") für bare Münze nahm. Microsoft stellte ein MS-DOS-Handy vor und die ersten Selfie-Schuhe wurden der Weltöffentlichkeit präsentiert. 2010 vermeldete derStandard.at, dass sein Angebot kostenpflichtig wird.

Google

Fixstarter bei Aprilscherzen ist seit Jahren Google. Auch dieses Jahr liefert das Unternehmen mit dem "Cardboard Plastic" einen amüsanten Beitrag ab, der genau genommen auch als ein Seitenhieb auf den aktuellen Virtual-Reality-Hype verstanden werden kann.

google

Wie gewohnt liefert Google aber auch den einen oder anderen Scherz, der eigentlich eher ein Easter Egg ist. Geht es dabei doch um Neuerungen, die tatsächlich nutzbar sind. So lässt sich nun bei Google Photos mittels Emojis nach passenden Bildern suchen.

google photos

Keine ungeteilte Begeisterung löste hingegen eine Änderung an Gmail für den 1. April aus. So gab es kurzfristig einen neuen "Send and Mic Drop"-Knopf. Dieser sei dazu gedacht, lange Mail-Diskussionen ultimativ zu beenden, versprach Google. Dazu wurde automatisch ein animiertes GIF mit einer passenden Animation angehängt. Das wäre zwar manchmal ein durchaus sinnvolles Feature, allerdings ersetzte es den "Send and Archive"-Knopf. Dadurch scheinen so manche Nutzer des Services die Scherzfunktion unabsichtlich genutzt zu haben – und zwar in einem ganz und gar nicht amüsant gemeinten Kontext. Dies sorgte nicht nur für einige Aufregung, Google hat nach zahlreichen Beschwerden seinen Scherz mittlerweile wieder rückgängig gemacht.

grafik: google

Wer heute die mobile Google-Maps-App aufruft, kann einen Tag lang "Funky Town" besuchen, und dort dem Maskottchen Pegman beim Tanzen zusehen. Und bei Inbox wird die Smart-Reply-Funktion, die automatisch passende Antwortmöglichkeiten auf eingehende Mails vorschlägt, um Emoji-Optionen erweitert. Auch dies funktioniert tatsächlich. Und dann wäre da noch ein Google-Video, in dem man eine ganz eigene String-Theory entwickelt (Achtung: Katzenhasser besser fernbleiben)

nat and lo

Der Lebensmittel-Diskonter Hofer mischt mit einem Retro-Phone mit.

Bei den Wiener Linien widmet man sich bisher wenig beachteten Gefahren: Ab heute gebe es Helmpflicht und Radarkontrollen auf Rolltreppen, heißt es. Ob die Verkehrsbetriebe auch wagen, diese Maßnahme tatsächlich zu exekutieren, muss sich freilich erst zeigen.

Samsung Österreich stellte schwebenden Hover 360° Speaker vor.

foto: samsung

Bei Sony stellt man das "Proton Pack" vor – das weltweit erste Geräte zum Fangen von Geistern, wie man betont.

sony

Hardwarehersteller Razer hat für einen Tag sein Angebot erweitert, und zwar um einen Toaster, der Gamer zweifellos ansprechen wird: Den Breadwinner.

foto: razer

Auch bei Thinkgeek widmet man sich dem Thema Virtual Reality, hier in Form des "VR Sensory Immersion Generator". Dieser soll die virtuelle Erfahrung auf eine neue Ebene heben, indem er die Nutzer mit zusätzlichen Eindrücken versorgt, sie also etwa anspritzt oder Gerüche absondert.

thinkgeek

Bei Duolingo gibt man ein Versprechen ab, von dem wohl schon viele geträumt haben – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Dank eines speziellen Kissens soll der Spracherwerb nämlich im Schlaf gehen.

grafik: duolingo

Nur Maisporno bei Pornhub

Die größte Pornoplattform Pornhub versetzte erwartungsfreudigen Besuchern hingegen einen Schock: Die Seite verwandelte sich kurzfristig in "Cornhub", widmet sich also dem Mais (englisch 'Corn'). Zu sehen gab es dann etwa, wie Maiskörner "zum ersten Mal poppen" oder ein Maiskolben "gebuttert" wird.

Tinder für Uni Wien

Die Universität Wien hat indes eine Dating-Plattform für eigene Mitarbeiter angekündigt. Sie soll unter dem Namen u:date firmieren:

Sehr "meta" gibt sich der österreichische Mobilfunkanbieter T-Mobile: Er kündigt kurzerhand einen Netzfilter gegen die Zeitverschwendung durch Aprilscherze an. Die ESA meldet Problem mit einer Kamera.

H&M stellte seine Mark Zuckerberg-Kollektion vor.

Mithilfe

Um die Übersicht zu behalten, bittet der WebStandard um Mithilfe: Posten Sie im Forum oder auf unserer Facebook-Seite Ihren Lieblingsscherz. Bereits jetzt vielen Dank für die zahlreichen Hinweise. (red, 1.4.2015)

  • Cardboard Plastic von Google.

    Cardboard Plastic von Google.

  • Artikelbild
    foto: wiener linene
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