Präsidiale Farbenlehre

Einserkastl31. März 2016, 17:20
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Hofburg-Kandidat Lugner besticht mit seinem Outfit

Die Herkunft von Richard Lugners coolem Sakko beim Interview mit Armin Wolf ist jetzt geklärt. Es wurde nicht aus einem Renaissance-Wandteppich in der Hofburg geschneidert, den Lugner im Vorgriff auf das Amt dort mitgenommen hat. Sondern es ist von einem teuren Modelabel, vermutlich von "Spatzi" ausgewählt.

Die anderen haben da noch aufzuholen. Irmgard Griss bleibt ihrer Lieblingsfarbe Grau auf Grau auch auf den Plakaten treu. Rudolf Hundstorfer will "Sicherheit" vermitteln und signalisiert das mit dem Gehobene-Genossen-Look: dunkler Anzug mit roter Krawatte. Andreas Khol hat wohl genug Anzüge mit Weste im Schrank, um den Slogan "Erfahrung macht stark" auch ausstattungsmäßig zu unterstreichen, ergänzt das aber mit rot-weiß gestreifter Krawatte Marke "Superpatriot".

Alexander Van der Bellen überrascht am stärksten mit seinem Auftritt. In Blauhemd und Jeans trägt er einerseits ein riesiges "Heimat" auf den Schultern und schnappt sich andererseits mit "Mutig in die neuen Zeiten" den Bundeshymnentext.

FPÖ-Kandidat Norbert Hofer hat auch "Heimat" im Slogan und einen rot-weiß-roten Hintergrund auf dem Plakat. Die an die deutsche Flagge gemahnende Halsschleife in Schwarz-Rot-Gold, die er als deutschnationaler Burschenschafter der "Marko-Germania Pinkafeld" sonst gerne trägt (zuletzt beim Akademikerball), hat er für die Wahl zu Hause gelassen. (Hans Rauscher, 31.3.2016)

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    foto: screenshot/orftvthek
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