ORF-Kernauftrag: "Millionenshow" und "Villacher Fasching"

31. März 2016, 16:32
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Den Begriff Anspruch interpretiert der Gebührenfunk in seinem Jahresbericht traditionell breit

Wien – Ein Schelm, wer sich einen Aprilscherz dabei denkt: "Millionenshow", "Villacher Fasching", "Narrisch guat" führt der ORF als Belege an, dass er das Gesetz einhält. Dieses fordert zumindest zwischen 20 und 22 Uhr anspruchsvolle Sendungen zur Wahl. Jedes Jahr muss der ORF bis 1. April Kanzleramt und Nationalrat dazu Rechenschaft ablegen.

Den Begriff Anspruch interpretiert der Gebührenfunk in seinem Jahresbericht traditionell breit: Auf den Bergdoktor wird ebenso verwiesen wie auf Stadlshow, Willkommen bei Carmen Nebel, Helene Fischer Show und Otto – geboren um zu blödeln.

8576 Stunden Unterhaltung

Ergibt in Summe 8576 Stunden Unterhaltung (2014: 8250), der Löwenanteil im Programm des öffentlich-rechtlichen Senders 2015 vor 3928 Stunden Information (2014: 2384), 1064 Stunden Sport (2014: 1330), 903 Sendestunden Kultur (2014: 803) und 226 Stunden mit Wissenschaftsthemen (2014: 216).

Der Rundfunkrechtler Michael Kogler zerpflückte zuletzt im STANDARD die Berichte des ORF der letzten zehn Jahre. (prie, DER STANDARD, 31.3.2016)

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    foto: apa
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