Taxidemo gegen Uber: Innung geht auf Distanz

31. März 2016, 15:41
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Dafür Unterstützung der Wiener FPÖ

Wien – Die für Freitag angesetzte Demo von Wiener Taxifahrern gegen den umstrittenen Fahrdienst Uber findet zwar Anklang bei der FPÖ, nicht aber bei der Innnung. Sie sei kontraproduktiv, kritisierte Gökhan Keskin, Obmann der Taxiinnung in der Wiener Wirtschaftskammer.

Man verstehe die Aufregung bezüglich Uber, aber "blanker Aktionismus" sei kein geeignetes Mittel: "Wir als Innung gehen bereits rechtlich gegen Uber-Fahrer vor. Die bereits erstatteten Anzeigen werden auch nicht die letzten sein."

Verzögerungen möglich

Im Zuge des Protestkonvois – der Taxiclub hofft auf mehrere Hundert Teilnehmer – kann es für Autofahrer am Freitagnachmittag auf einzelnen Straßen, über die die Route führt, zu Verzögerungen durch kurzfristige Anhaltungen kommen. Straßensperren wird es allerdings nicht geben.

Organisiert wird der Protestkonvoi, der am frühen Nachmittag von der Donaustadt über den Praterstern und den Ring bis zum Ballhausplatz führen wird, vom Taxiclub Wien. Der Verein will auf Benachteiligung gegenüber der Konkurrenz aufmerksam machen. Diese müsse sich nicht an den gesetzlichen Taxitarif halten und nehme den Taxlern das Geschäft weg, so die Kritik.

Unterstützt wird die Demo von der FPÖ. "Wir werden den – von der zahnlosen Innung leider boykottierten – berechtigten Protest natürlich begleiten und auch bei der Schlusskundgebung beim Kanzleramt mit vielen Unterstützern vor Ort sein", ließ der blaue Verkehrssprecher Anton Mahdalik wissen. (APA, 31.3.2016)

  • Am Freitag wollen Wiener Taxifahrer gegen Uber protestieren
    foto: apa/georg hochmuth

    Am Freitag wollen Wiener Taxifahrer gegen Uber protestieren

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