Millionen aus Cyber-Diebstahl in Bangladesch nicht vollends verloren

31. März 2016, 14:26
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Philippinischer Abgeordneter: Geld in zwei Casinos und bei Devisenmakler

Knapp zwei Monate nach dem spektakulären Cyber-Diebstahl von 81 Millionen Dollar von Konten der Zentralbank in Bangladesch ist ein philippinischer Abgeordneter zuversichtlich, dass ein Teil des Geldes noch beschlagnahmt werden kann. Bis zu 34 Millionen Dollar befänden sich noch auf Konten von zwei Casinos und eines Devisenmaklers auf den Philippinen, sagte Ralph Recto am Donnerstag.

Tippfehler verhinderte noch größere Beute

Recto zitierte Zeugen, die am Dienstag im Senat ausgesagt hatten. Die 81 Millionen Dollar (72 Millionen Euro) waren von dem New Yorker Konto der bangladeschischen Zentralbank abgeräumt und auf Konten auf den Philippinen transferiert worden. Die Hacker wollten offenbar insgesamt eine Milliarde Dollar abziehen, doch das Sicherheitssystem der US-Bank kam ihnen wegen Tippfehlern auf die Schliche und stoppte weitere Abbuchungen.

"Wir müssen schnell handeln, um jede erdenkliche Summe zu beschlagnahmen, die sich noch auf philippinischem Boden befindet", sagte der Abgeordnete Recto. "Das ist sehr wichtig, denn das Geld wurde einem armen Land gestohlen."

Wegen des Skandals verloren der bangladeschische Zentralbankchef und seine beiden Stellvertreter ihre Jobs. Der Cyber-Raub war auch für die Regierung um Ministerpräsidentin Sheikh Hasina äußerst peinlich und schürte Zweifel an der Sicherheit der Devisenreserven des Landes in Höhe von mehr als 27 Milliarden Dollar. (APA, AFP, 31.3.2016)

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