Aufregung über Tweet: US-Amt warnte hässliche Studenten vor Einladungen im Ausland

31. März 2016, 13:55
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Die Konsularabteilung des US-Außenministeriums trat mit gut gemeinten Tweets zur Spring Break ins Fettnäpfchen

Zur Spring Break, wie die Frühlingsferien der US-Universitäten genannte werden, gibt die Konsularabteilung des US-Außenministeriums jährlich Tipps für Reisende. Dieses Jahr setzte sich das Social Media-Team mit einem Ratschlag aber gehörig in die Nesseln. Wer in den USA als unattraktiv gelte, sei das auch im Ausland und sollte nicht auf Einladungen hereinfallen. Auf Twitter machte sich rasch Empörung über den Ratschlag breit.

"Keine ‚10‘ in den USA?"

"Keine ‚10‘ in den USA? Dann auch keine 10 in Übersee. Pass auf, dass du nicht zum Kauf teurer Drinks überredet wirst oder schlimmer – ausgeraubt wirst", lautete der Tweet. Wer also nicht hübsch genug ist, sollte davon ausgehen, dass hinter einer Einladung die Absicht stecken könnte, jemanden übers Ohr zu hauen oder zu überfallen. "CNN" hat einen Screenshot des inzwischen gelöschten Tweets veröffentlicht.

Halbherzige Entschuldigung

Twitter-Nutzer entgegneten zunächst, dass diese Aussage sexistisch sei. Woraufhin die Twitter-Betreuer antworten, dass man das Geschlecht ja nicht erwähnt hätte. Das könne immerhin jedem passieren. Auf weitere Kritik hieß es, dass man niemanden beleidigen wollte. Man habe lediglich auf "Scam-Künstler" im Ausland hinweisen wollen. Nachdem die Kritik nicht abriss, entschloss man sich zu einer Entschuldigung. "Einige von euch haben sich von unserem Tweet beleidigt gefühlt und wir entschuldigen uns dafür, dass das negativ ankam."

Aber auch danach wollten sich die Twitter-User noch nicht beruhigen. Zahlreiche kritisieren die halbherzige Entschuldigung. Andere regt die Aufregung an sich auf. Der Ratschlag entspreche den Tatsachen und müsse nicht entschuldigt werden. (red, 31.3.2016)

  • Eine seltsame Warnung der Konsularabteilung des US-Außenministeriums sorgte für Empörung.
    screenshot

    Eine seltsame Warnung der Konsularabteilung des US-Außenministeriums sorgte für Empörung.

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