Radwege auf Wiener Ring und Getreidemarkt werden ausgebaut

31. März 2016, 12:55
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Vassilakou: Mindestens vier Millionen Euro Investitionen heuer – Spezielle Angebote während der U4-Sperre

Wien – Wien baut sein Radwegenetz weiter aus. 20 Kilometer kommen heuer dazu, davon rund ein Zehntel an Hauptrouten, kündigte Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) am Donnerstag in einer Pressekonferenz an. Unter anderem stehen der letzte Lückenschluss am äußeren Ring auf Höhe Schottentor und die noch ausstehende Verbindung von Getreidemarkt und Operngasse an.

Die Stadt investiert im laufenden Jahr mindestens vier Mio. Euro in die Radinfrastruktur. "Es ist aber üblich, dass dieser vorläufige Betrag überschritten wird", betonte die Ressortchefin. Denn die Bezirke würden normalerweise erst nach Start der jeweiligen Saison Interesse an zusätzlichen Projekten anmelden.

Fix ist jedenfalls, dass das letzte Puzzleteil am äußeren Ringradweg, der derzeit beim sogenannten Jonasreindl noch unterbrochen ist, realisiert wird. Damit ist die Prachtstraße dann auf beiden Seiten durchgängig befahrbar. Eine Lösung hat man auch für den unteren Abschnitt des Getreidemarkts gefunden. Dort läuft der Radstreifen Richtung Naschmarkt auf Höhe Lehargasse einfach aus. Ab hier wird nun eine teils baulich getrennte Verlängerung errichtet, die am Naschmarkt vorbei und über den Ausläufer der Rechten Wienzeile geführt wird und in die Operngasse mündet.

Goldschlagstraße wird Radstraße

Neben kleinen Teilstücken in mehreren Bezirken bzw. dem Öffnen von einigen Straßen zum Radeln gegen die Einbahn gab Vassilakou bekannt, dass die Goldschlagstraße im 15. Bezirk zur Radstraße umgewandelt wird. Sie ist damit der inzwischen dritte derartige Verkehrsweg, der Fußgänger und Biker gegenüber Autofahrern bevorzugt.

Abgesehen vom Bauprogramm will das Rathaus die mit 30. April beginnende U4-Sperre zwischen Hütteldorf und Hietzing bzw. Schönbrunn (ab 2. Juli), die bis zum Ende der Sommerferien dauert, nutzen, um Werbung fürs Strampeln zu machen. Konkret wird die Mobilitätsagentur entlang der U-Bahn-Trasse präsent sein, um E-Bikes und Falträder zum Ausprobieren zu verleihen, gratis Radchecks anzubieten oder bewachte Radabstellanlagen anzubieten, sagte Radbeauftragter Martin Blum. Denn Radler könnten die 3,6 Kilometer lange Distanz der gesperrten U4-Strecke dank des gut ausgebauten Wiental-Radweges in höchstens einer Viertelstunde zurücklegen. (APA, 31.3.2016)

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