US-Truppen in Osteuropa: Russland will "asymmetrisch" reagieren

31. März 2016, 12:08
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Botschafter bei Nato: "Maximal effektiv und kein übermäßiger Mitteleinsatz"

Moskau – Russland plant nach Worten seines Botschafters bei der Nato eine "völlig asymmetrische Antwort" auf die Stationierung einer US-Panzerbrigade in den östlichen Nato-Staaten. Botschafter Alexander Gruschko nannte im russischen Fernsehen allerdings keine Details.

Während er die Rolle der Nato an der russische Westgrenze scharf kritisierte, sagte ein anderer Vertreter des Außenministeriums in Moskau am Donnerstag, man hoffe auf eine Sitzung des Nato-Russland-Rates bis Mai.

"Kein übermäßiger Einsatz"

Das Europa-Kommando der US-Streitkräfte Eucom hatte am Mittwoch angekündigt, ab 2017 eine Panzerbrigade mit etwa 4.200 Mann in die östlichen Nato-Staaten zu verlegen. Diese fühlen sich seit dem russischen Eingreifen in der Ukraine bedroht.

Gruschko sagte über die erwartete Moskauer Reaktion: "Sie wird so austariert, dass sie unserer Einschätzung der militärischen Bedrohung entspricht, maximal effektiv ist und keinen übermäßigen Mitteleinsatz erfordert."

"Äußerst negative Rolle"

Die Nato solle sich mehr um die Bedrohungen durch Terroristen aus dem Süden kümmern, forderte er. In der Unterstützung für die Ukraine spiele das westliche Bündnis schon jetzt eine "äußerst negative Rolle". Ein Nato-Beitritt, wie ihn Georgien und die Ukraine erwägen, würde einen "Sprengsatz unter den Grundfesten der europäischen Sicherheit" bedeuten, erklärte Gruschko.

Die Sitzungen des Nato-Russland-Rates waren 2014 wegen der Ukrainekrise vom Westen ausgesetzt worden. (APA, 31.3.2016)

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