Kein kanadisches Team im Playoff

31. März 2016, 10:19
51 Postings

Erstmals seit 46 Jahren sind alle Klubs aus dem Eishockey-Mutterland vorzeitig aus dem Rennen um den Stanley Cup

Das historische Debakel für die kanadischen Eishockey-Teams in der NHL ist perfekt. Durch den 2:1-Erfolg der Philadelphia Flyers (mit Michael Raffl) gegen die Washington Capitals erreicht erstmals seit 46 Jahren kein einziger Klub aus dem Eishockey-Mutterland die Playoffs um den Stanley Cup.

Elf Spieltage vor dem Ende haben als letztes von insgesamt sieben kanadischen Teams nun auch die Ottawa Senators, trotz eines 2:1-Erfolgs gegen die Winnipeg Jets, keine Chance mehr, einen der 16 Plätze für die Meisterrunde zu ergattern. Das letzte und zugleich einzige Mal, dass die K.-o.-Runde ohne kanadische Mannschaft ausgetragen wurde, war in der Saison 1969/70.

Lange Durststrecke

Im vergangenen Jahr hatten bis auf die Edmonton Oilers und die Toronto Maple Leafs alle kanadischen Teams die Playoffs erreicht. Der bisher letzte Stanley-Cup-Triumph eines ihrer Klubs ist auch schon 23 Jahre her. Seit Rekord-Champion Montreal Canadiens 1993 den 24. Triumph gefeiert hat, schafften es kanadische Klubs auch nur noch fünfmal (1994 Vancouver Canucks, 2004 Calgary Flames, 2006 Edmonton Oilers, 2007 Ottawa Senators und 2011 Vancouver Canucks) in die Finalserie um den begehrten Pokal.

Montreal war heuer als einer der Mitfavoriten und mit neun Siegen hintereinander in die Saison gestartet, die Verletzung von Startorhüter Carey Price konnten die Canadiens aber nicht kompensieren. Die Toronto Maple Leafs, mit 13 Erfolgen zweit-erfolgreichster Club der NHL, sind sogar Schlusslicht der Eastern Conference. Das Team mit dem Villacher Michael Grabner hat im Sommer allerdings einen Umbruch eingeleitet und liegt daher nicht überraschend zurück. Ganz bitter ist aber ein Blick auf die Tabelle der Western Conference, in der die vier kanadischen Mannschaften Calgary Flames, Winnipeg Jets, Vancouver Canucks und Edmonton Oilers auf den letzten vier Plätzen liegen.

44. Saisontor von Owetschkin

In Philadelphia entschieden Nick Cousins und Sam Gagner die Partie im Penaltyschießen zugunsten der Flyers. In der regulären Spielzeit hatte Superstar Alexander Owetschkin die Capitals, die als bestes Team des Grunddurchgangs die Presidents Trophy sicher haben, mit seinem 44. Saisontor in Führung geschossen (42./PP), Brayden Schenn gelang in der 55. Minute ebenfalls im Powerplay der Ausgleich. (APA, sid, 31.3.2016)

NHL, Mittwoch

Philadelphia Flyers (mit Raffl) – Washington Capitals 2:1 n. P.
Winnipeg Jets – Ottawa Senators 1:2
Anaheim Ducks – Calgary Flames 8:3

  • Trotz eines 2:1-Erfolgs gegen die Winnipeg Jets haben auch die Ottawa Senators keine Chance mehr auf die Playoff-Teilnahme.
    foto: reuters/ bruce fedyck-usa today sports

    Trotz eines 2:1-Erfolgs gegen die Winnipeg Jets haben auch die Ottawa Senators keine Chance mehr auf die Playoff-Teilnahme.

  • An der entscheidenden Phase vorbeigeschlittert sind auch die Toronto Maple Leafs mit Michael Grabner.
    foto: ap/ nathan denette

    An der entscheidenden Phase vorbeigeschlittert sind auch die Toronto Maple Leafs mit Michael Grabner.

Share if you care.