Senat nimmt Abkommen an: Argentinien vor Ende des Schuldenstreits

31. März 2016, 07:47
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Breite Unterstützung für die Pläne von Präsident Macri. Bis Mitte April müssen 4,65 Milliarden Dollar an die Gläubiger ausgezahlt werden

Buenos Aires – Rund 14 Jahre nach der Staatspleite kann Argentinien den Schuldenstreit beilegen. Der Senat stimmte in der Nacht auf Donnerstag nach 14-stündiger Debatte einer Vereinbarung zwischen Regierung und Investoren zu. Mit 54 zu 16 Stimmen gab es quer durch die Parteien eine breite Unterstützung für die Pläne von Präsident Mauricio Macri, den Schuldenstreit zu beenden und damit den Weg zurück an den internationalen Kapitalmarkt zu ebnen. Das Abgeordnetenhaus hatte bereits Mitte März zugestimmt. Nun hat die Regierung bis 14. April Zeit, um 4,65 Milliarden Dollar an die größten Gläubiger-Hedgefonds auszuzahlen.

Macri hatte vor einer Hyperinflation oder massiven Ausgabenkürzungen im Fall einer Ablehnung gewarnt. Die Regierung hofft, mit der Beilegung des Streits mehr Investoren ins Land zu locken und damit die drittgrößte Volkswirtschaft Lateinamerikas zu beleben.

Hedgefonds hatten Staatsanleihen billig aufgekauft

Argentinien war 2002 in die Staatspleite gerutscht und hatte sich danach mit den meisten Geldgebern auf einen Schuldenerlass und einen Umtausch von Anleihen geeinigt. Mehrere Hedgefonds kauften die Staatsanleihen, die Argentinien nach US-Recht begeben hatte, damals zu einem Bruchteil des Nennwerts und pochten später auf eine volle Auszahlung. Argentinien stellte sich aber quer und wurde Mitte 2014 für zahlungsunfähig erklärt. Bewegung gab es erst Ende 2015 mit der Wahl von Macri zum Präsidenten. Seine Vorgängerin Cristina Fernández de Kirchner hatte Verhandlungen weitgehend abgelehnt und die Kläger als "Geierfonds" bezeichnet. (APA, 31.3.2016)

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