Menschenrechtler warnen vor Rückfall in Autoritarismus in Mexiko

31. März 2016, 06:29
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Nach Einleitung von Vorermittlungen gegen Exekutivsekretär von Menschenrechtskommission

Mexiko-Stadt – Die Interamerikanische Menschenrechtskommission (CIDH) hat vor einem Rückfall Mexikos in den Autoritarismus gewarnt. In dem lateinamerikanischen Land gebe es eine Verleumdungskampagne gegen die CIDH und die Expertenkommission, die den mutmaßlichen Mord an 43 Studenten aufzuklären versucht, sagte Exekutivsekretär Emilio Alvarez Icaza am Mittwoch.

Zuvor waren in Mexiko Vorermittlungen wegen mutmaßlichen Betrugs gegen Alvarez Icaza im Zusammenhang mit der Arbeit der Experten eingeleitet worden. Der CIDH-Chef nannte den Vorfall unerhört. "Weder im Peru von Alberto Fujimori noch im Venezuela von Hugo Chavez gab es je eine Vorermittlung gegen einen Exekutivsekretär der Menschenrechtskommission", sagte Alvarez Icaza. "Mexiko sendet damit ein klares Signal des Rückfalls in den Autoritarismus."

Die Expertenkommission soll bei der Aufklärung der Verschleppung und des mutmaßlichen Mordes an 43 Studenten eines Lehrerseminars im September 2014 helfen. Die Gruppe hatte die Arbeit der mexikanischen Behörden immer wieder scharf kritisiert. Wird ihr Mandat nicht verlängert, muss sie Ende April ihre Arbeit einstellen. (APA, 31.3.2016)

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