Lost in Space: Japanischer Röntgensatellit gibt Rätsel auf

31. März 2016, 09:30
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illu.: jaxa

Chōfu – Im vergangenen Monat schickte die japanische Raumfahrtbehörde Jaxa einen neuen Röntgensatelliten mit Instrumenten ins All, die die Nasa beigesteuert hat. Mittlerweile hat das Observatorium namens Hitomi seinen endgültigen Orbit erreicht und sollte Kontakt mit der Erde aufnehmen – doch die japanischen Forscher warteten zunächst vergebens auf Nachrichten.

Um festzustellen, was da los war, griffen die Japaner auf die Hilfe des Joint Space Operations Centers (JSpOC) der USA zurück, das unter anderem Weltraummüll in der Erdumlaufbahn aufspürt. Und was JSpOC entdeckte, gefiel der Jaxa gar nicht: An jener Stelle, wo eigentlich Hitomi kreisen sollte, konnten nur einige rotierende Objekte aufgespürt werden, ganz so als ob der Satellit auseinander gebrochen wäre. Mysteriöserweise empfing die Missionszentrale in Japan kurz nach dieser Hiobsbotschaft doch noch ein Signal von Hitomi, dann herrschte Schweigen im All.

Anscheinend dürfte der Satellit, der unter anderem die Geburt von Schwarzen Löchern erforschen soll, zumindest noch teilweise funktionsfähig sein. Daher will die Jaxa Hitomi vorerst noch nicht völlig verloren geben. Was mit dem Röntgenobservatorium geschehen sein könnte, bleibt allerdings vorerst ein Rätsel. (red, 31.3.2016)

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