Apple und Google sollten für US-Behörden schon oft Geräte knacken

30. März 2016, 17:09
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US-amerikanische Bürgerrechtsvereinigung spricht von 63 Fällen

Apple und Google werden offenbar regelmäßig von der Regierung im Rahmen von Ermittlungen um Hilfe beim Knacken von Smartphones und Computern gebeten. In 63 Fällen hätten sich die US-Behörden schon um einen entsprechenden Gerichtsbeschluss bemüht, teilte die US-Bürgerrechtsvereinigung (ACLU) am Mittwoch mit. Dabei habe es sich hauptsächlich um Drogenkriminalität gehandelt. Apple und das Justizministerium wollten sich dazu nicht äußern. Auch Google wollte nicht sagen wie oft es mit den Behörden zusammengearbeitet und wie oft es sich zur Wehr gesetzt hat.

FBI knackte iPhone ohne Apple-Hilfe

Erst am Dienstag hatten die US-Behörden bekanntgemacht, dass sie das iPhone im Falle eines islamistischen Attentäters auch ohne die Hilfe von Apple geknackt hätten. Sie zogen deshalb ihre Klage gegen den US-Konzern zurück. Die Frage, ob Technologie-Firmen grundsätzlich zur Mitarbeit beim Auslesen von Daten gezwungen werden können, ist jedoch weiter offen. Früheren Angaben des Justizministeriums zufolge hat Apple in den letzten sechs Jahren 70 Gerichtsurteile zur Mithilfe erhalten. Diesen Aufforderungen sei der Konzern ohne Widerspruch nachgekommen.

Der Fall des iPhones eines der Attentäter im kalifornischen San Bernardino schlug jedoch hohe Wellen. Bei dem Anschlag im Dezember waren 14 Menschen getötet worden. Apple wehrte sich gegen einen Gerichtsbeschluss, mit dem der Konzern gezwungen werden sollte, eine neue Software zu schreiben, um den Passwort-Schutz für das Telefon auszuhebeln. Apple sprach von einem Präzedenzfall, der eine Hintertür schaffe, die von Kriminellen und Regierungen missbraucht werden könne. (Reuters, 30.3.2016)

  • Behörden klopfen bei Konzernen wie Apple öfter an die Türe.
    foto: ap photo/ng han guan,

    Behörden klopfen bei Konzernen wie Apple öfter an die Türe.

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