Flugzeugentführung: U-Haft über Ägypter in Zypern verhängt

30. März 2016, 13:43
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Für vorerst acht Tage – Beschuldigter äußerte sich bei Einvernahme nicht

Larnaka – Nach der Entführung einer ägyptischen Passagiermaschine sitzt der Beschuldigte in Zypern in Untersuchungshaft. Der 58-jährige Ägypter wurde am Mittwoch in Larnaka einem Richter vorgeführt, der ihn zunächst für acht Tage in Untersuchungshaft nahm. Nach Angaben der Polizei muss der Mann mit einer Anklage unter anderem wegen Entführung und Verstößen gegen Anti-Terror-Gesetze rechnen.

Vor Gericht äußerte sich der Mann zunächst nicht. Als er nach der Einvernahme in einem Polizeiauto weggebracht wurde, machte er das Victory-Zeichen. Er hatte am Dienstag einen Airbus A320 der Egyptair auf einem Inlandsflug nach Zypern entführt. Nach stundenlangen Verhandlungen auf dem Flughafen von Larnaka ergab er sich, nachdem er nach und nach alle Passagiere und Crewmitglieder freigelassen hatte. Einen terroristischen Hintergrund schlossen die Behörden aus.

Zwar hatte der Mann im Flugzeug mit der Zündung eines Sprengstoffgürtels gedroht, doch wurden weder bei ihm noch im Flugzeug Sprengstoff gefunden. Nach ersten Ermittlungen hatte der Mann, der von den Behörden als "psychisch instabil" bezeichnet wurde, persönliche Motive. Offenbar wollte er mit der Entführung ein Wiedersehen mit seiner zyprischen Ex-Frau erzwingen, mit der er Kinder hat. (APA, 30.3.2016)

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