Lange Haftstrafen nach Mord an Umweltschützer in Costa Rica

30. März 2016, 06:11
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Vier Haftstrafen zwischen 74 und 90 Jahren verhängt

San Jose – Wegen der Ermordung eines Umweltschützers aus Costa Rica vor knapp drei Jahren sind vier Männer zu langjährigen Strafen verurteilt worden. Sie erhielten bei dem Berufungsprozess in Limon am Dienstag Haftstrafen zwischen 74 und 90 Jahren.

Neben dem Mord an dem 26-jährigen Jairo Mora wurde ihnen die Vergewaltigung von drei US-Bürgerinnen und einer Spanierin zur Last gelegt, die mit dem Mordopfer gemeinsam in einem Projekt zum Schutz von Schildkröten gearbeitet hatten.

Drei Freisprüche

Drei weitere Angeklagte wurden bei dem Berufungsprozess in dem mittelamerikanischen Land freigesprochen. Mora war Ende Mai an einem Strand in der Provinz Limon etwa 170 Kilometer östlich der Hauptstadt San Jose mit Handschellen an einen Wagen gefesselt und so lange durch den Sand gezogen worden, bis er erstickte. Er war nach eigenen Angaben mehrfach von kriminellen Gruppen bedroht worden, die mit den Eiern der Schildkröten illegalen Handel trieben.

Zwei Monate nach der Tat waren mehrere Verdächtige festgenommen worden, bei denen Handys und Kleidung der Opfer gefunden wurden. Bei einem ersten Prozess im Jänner 2015 waren sie wegen Fehlern der Polizei bei den Ermittlungen freigesprochen worden. Die nun in dem Berufungsprozess verhängten Haftstrafen entsprechen de facto 50 Jahren – der gesetzlichen Höchststrafe in Costa Rica. (APA, 30.3.2016)

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