Die etwas andere Spielzeugkiste

Rezension30. März 2016, 05:30
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Um ihren Sohn zum Wegräumen der Spielsachen zu bewegen, greift die Mutter zu einem Trick. Der beeinhaltet eine wandelbare Kiste.

Nein, man muss keine fremden Länder bereisen. Es braucht auch nicht immer wilde Fantasien. Manchmal genügt es, Kinder beim Spielen zu beobachten, sich an seine Jugend zu erinnern. Schon kann ein sehr schönes Kinderbuch entstehen. "Die grüne Kiste" ist so eines. Mitlesende Kinder werden sich rasch wiedererkennen. Fiete soll sein Zimmer zusammenräumen und hat – Überraschung! – keine Lust dazu. Um das viele Spielzeug wegzubekommen, hat seine Mutter ihm eine grüne Kiste ins Zimmer gestellt. Schnell erkennt Fiete, dass es keine normale Kiste ist. Es ist ein Traktor, Segelschiff oder Flugzeug.

Fiete verliert sich in seiner Fantasiewelt. Gundi Herget und Katharina Staar erzählen die kleine Geschichte schnörkellos und fröhlich. Dass die Autorinnen sich überhaupt gefunden haben, verdanken sie dem Verlag, der eine spezielle Onlineplattform, eine Art Partnerbörse für Kinderbuchinteressierte, ins Leben gerufen hat. "Die grüne Kiste" zeigt, dass sich dieses Projekt lohnt. Wie sagt der eigene Sohn immer, wenn es ums Aufräumen geht: "Ach, das mach ich morgen." Das dürfte Fiete auch gedacht haben. (Peter Mayr, 30.3.2016)

  • Gundi Herget & Katharina Staar"Die grüne Kiste"€ 9,30 / 32 Seiten.Oetinger34 2016
    foto: oetinger verlag

    Gundi Herget & Katharina Staar
    "Die grüne Kiste"
    € 9,30 / 32 Seiten.
    Oetinger34 2016

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