SPÖ fordert Schnellbahn-Konzept mit Drehscheibe St. Pölten

29. März 2016, 11:41
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Elektronischer Fahrschein in Niederösterreich soll wie ein Liftpass funktionieren und in Cent pro Kilometer abgerechnet werden

Politische Bewegungen/Pendler/SPÖ/Niederösterreich – Stadler setzt sich für Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs und elektronischen Fahrausweis ein

St. Pölten – Die niederösterreichische SPÖ fordert den Ausbau des S-Bahn-Verkehrs für Verbindungen in den Zentralraum. "Niederösterreich braucht, so wie in anderen Bundesländern längst vorhanden, ein Schnellbahn-Konzept", sagte Landesparteivorsitzender Matthias Stadler, Bürgermeister von St. Pölten. Die Landeshauptstadt soll laut Stadler zentraler Knoten und Drehscheibe für den öffentlichen Verkehr sein.

Zudem plädierte der SPÖ-Landeschef für die Einführung eines elektronischen Fahrausweises in Form eines Österreich-Personennahverkehr-Passes NÖ. Der Pass soll laut Aussendung – ähnlich wie Liftkarten beim Skifahren – automatisch beim Ein-und Aussteigen gelesen werden. Je nach Fahrtstrecke und Tarifsystem werden die Kosten in Cent pro Kilometer abgebucht.

In St. Pölten gebe es rund 8.000 Auspendler, aber vier Mal so viele Einpendler, sagte der Vorsitzende der FSG NÖ, Bundesrat Rene Pfister: "Mehr als die Hälfte derjenigen, die nach St. Pölten pendeln, kommen aus dem Umland bzw. aus den Bezirken Krems und Lilienfeld." Der Öffi-Anteil am gesamten Verkehrsaufkommen ohne Fußgänger und Radfahrer in der Landeshauptstadt betrage 23 Prozent, bei Pendlern 30 Prozent.

Obwohl St. Pölten im Vergleich zu Gesamt-Niederösterreich mit nur 17 Prozent Öffi-Anteil "gut abschneidet, gibt es noch 'Luft nach oben'", sagte Pfister. In Städten entlang von S-Bahnachsen mit entsprechend gut ausgebauter Infrastruktur wie Gänserndorf und Korneuburg liege der Öffi-Anteil bei bis zu 50 Prozent. (APA, 29.3.2016)

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