Japans Konsumenten geben mehr Geld aus

29. März 2016, 10:53
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Im Februar verzeichnen Ökonmen überraschend den ersten Anstieg seit einem halben Jahr, mehrere Sonderfaktoren trugen bei

Tokio – Die japanischen Konsumenten haben im Februar erstmals seit einem halben Jahr mehr Geld in den Konsum gesteckt. Ihre Ausgaben stiegen um 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie aus den am Dienstag veröffentlichten amtlichen Daten hervorgeht.

Das Wachstum kommt überraschend: Ökonomen hatten mit einem Rückgang um 1,5 Prozent gerechnet. Sie machten für den Anstieg vor allem Sondereffekte verantwortlich.

So zählte der Februar diesmal wegen des Schaltjahres einen Tag mehr. Zudem zogen die Zigarettenverkäufe vor der für April angekündigten Steuererhöhung an, weil offenbar viele Japaner einen Vorrat anlegen. Auch wurden mehr Handys gekauft, nachdem die Regierung die vollständige Subventionierung der Smartphones durch Telekomanbieter untersagt hat.

"Die Konsumausgaben dürften weiter steigen, aber nur sehr moderat", sagte Ökonom Hidenobu Tokuda vom Forschungsinstitut Mizuho. Ein Grund dafür ist die steigende Arbeitslosenquote. Sie kletterte im Februar überraschend auf 3,3 von 3,2 Prozent. Zudem steigen die Löhne nur schwach. (Reuters, 29.3.2016)

  • Die Menschen in Japan geben mehr Geld für den Konsum aus.
    foto: reuters

    Die Menschen in Japan geben mehr Geld für den Konsum aus.

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