Apple: Datenschutz darf nicht für Sicherheit geopfert werden

29. März 2016, 09:59
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Das Unternehmen muss das iPhone eines Attentäters doch nicht für das FBI knacken

Das Gerichtsverfahren gegen Apple ist vom Tisch. Entgegen erster Aussagen konnte das FBI das gesperrte iPhone eines Attentäters doch selbst knacken, ohne die Hilfe des Konzerns dafür zu benötigen. Der Fall hatte in den vergangenen Wochen für viel Aufsehen gesorgt. Apple warnte in einer Stellungnahme erneut vor einer Schwächung des Datenschutzes.

Gefährlicher Präzedenzfall

"Wir haben uns der Forderung des FBIs, Apple solle eine Hintertür im iPhone einbauen, von Anfang an entgegen gestellt, da wir glauben dadurch einen gefährlichen Präzedenzfall zu schaffen", so das Unternehmen. Nun ist es zwar nicht so weit gekommen, der Fall hätte laut Apple aber niemals aufkommen dürfen.

Das Unternehmen werde Ermittler weiterhin unterstützen wie man es bisher getan habe. Und man werde die Sicherheit der Produkte weiterhin verbessern, da die Bedrohungen und Angriffe häufiger vorkämen und immer ausgeklügelter seien. "Apple ist der tiefen Überzeugung, dass die Menschen in den USA und überall auf der Welt Datenschutz, Sicherheit und Privatsphäre verdient haben", heißt es weiter in der Stellungnahme, die "The Verge" vorliegt. Eines dieser Dinge für die anderen zu opfern würde für Menschen und Länder jedoch nur größere Risiken bedeuten. (red, 29.3.2016)

  • Apple muss das iPhone eines Attentäters doch nicht für das FBI entsperren – die US-Behörde hat es alleine bewerkstelligt.
    foto: apa/afp/jewel samad

    Apple muss das iPhone eines Attentäters doch nicht für das FBI entsperren – die US-Behörde hat es alleine bewerkstelligt.

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