Wie wir unsere Erde vor blutrünstigen Aliens tarnen könnten

Ansichtssache3. April 2016, 23:33
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foto: eso/yuri beletsky

Eine Tarnung gegen gefährliche Außerirdische

Der Traum von der Entdeckung intelligenten Lebens jenseits unserer Erde existiert bereits mindestens seit dem 16. Jahrhundert. Ob das tatsächlich wünschenswert wäre, steht allerdings auf einem anderen Blatt. Die Wahrheit ist: Wir haben keine Möglichkeit festzustellen, ob eine außerirdische Zivilisation freundlich oder feindlich gesinnt ist. Der britische Astrophysiker Stephen Hawking ist nur einer von einer ganzen Reihe von Wissenschaftern, die aus Vorsicht mittlerweile eher davon abraten würden, mit Aliens in Kontakt zu treten. Sollten wir das Pech haben, dort draußen tatsächlich die Borg oder eine ähnlich unangenehme ET-Variante aufzuspüren, wäre es wohl keine schlechte Idee, sich zu verstecken. Aber wie verbirgt man eine ganze per Radio- und anderen Transmissionen permanent ins All hinaus brüllende Zivilisation vor den begehrlichen Blicken übelwollender Außerirdischer?

Alex Teachey von der Columbia University in New York und seine Kollegen haben nun in den "Monthly Notices of the Royal Astronomical Society" eine Methode vorgestellt, wie wir uns zumindest im sichtbaren Licht verbergen könnten, und zu der wir sogar jetzt schon technisch in der Lage wären: Die Forscher schlagen vor, mit einem 30-Megawatt-Laser in der Ekliptikebene ins All hinaus zu leuchten. Das allein würde zumindest rein rechnerisch schon reichen, unseren Heimatplaneten vor einer Entdeckung durch die Transitmethode zu bewahren. Das Verfahren hätte freilich auch eine ganze Reihe von Nachteilen: Würden wir etwa den Laser einschalten, nachdem die Erde bereits von Aliens entdeckt worden ist, würde uns das erst recht verraten. Außerdem ist es wahrscheinlich, dass die Außerirdischen technisch bedeutend weiter fortgeschritten sind als wir. Unsere primitiven Lasertricks würden sie vermutlich zuerst herzlich zum Lachen bringen. Und dann würden sie sich vermutlich (ausgerüstet mit dem Wissen, wie wenig wir ihnen entgegen zu setzen haben) auf den Weg zu uns zu machen.

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