Heike Makatschs "Tatort"-Debüt: Top oder Flop?

Ansichtssache28. März 2016, 19:30
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Nach langer Zeit als verdeckte Ermittlerin im Ausland nimmt Hauptkommissarin Ellen Berlinger (Heike Makatsch) ihre Arbeit im Freiburger Morddezernat auf. Neben dem Mord an einem Mitarbeiter eines Jobcenters wird sie mit ihrer eigenen Vergangenheit in ihrer Heimatstadt Freiburg konfrontiert. Nach dem Buch von Thomas Wendrich und unter der Regie von Katrin Gebbe.

foto: orf/ard/ziegler film

"Die Frau erfüllt alle zur Spezies Hauptkommissarin passenden stereotypen Eigenschaften: dubiose Vergangenheit (das eigene Kind zurückgelassen), steiles Auto (Saab 900 Cabrio), durchsetzungsfähig im Männerbüro, Tag und Nacht sich unerschrocken zeigen – und leider auch allzu heldinnenhaft sein: Mit Schwangerschaftsbauch stellt sie die hysterisch Davonrennenden. Musste das sein?", fragt Margarete Affenzeller in unserem TV-Tagebuch.

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"Ellen Berlingers Einstand ist ein durchschnittlicher Krimi, der nicht so recht einen Sound findet, wenn man davon absieht, dass außer Makatsch fast alle Badisch sprechen. Aber das ist in Freiburg vermutlich auch kein echtes Ereignis", schreibt Katharina Riehl auf sueddeutsche.de.

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"Heike Makatsch verleiht der abgekämpften Alleingängerin Berlinger, die der SWR am Ostermontag zunächst nur dieses eine Mal ermitteln lassen will, einen rätselhaften Charme. Schroff ist sie zu Zeugen, wortkarg ihren Kollegen gegenüber. Ungeduldig übergeht sie etliche Bedenken ihres neues Chefs, prescht vor und bleibt bei jedem auf Distanz. Die langen Kamerafahrten durch die Strassen unterstützen die stetige Suche, wobei nicht klarwird, wonach die neue Hauptkommissarin sucht", fasst Inna Hartwich von nzz.ch zusammen.

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Und jetzt ganz ehrlich: Wie gefällt Ihnen dieser "Tatort"? Top oder Flop? (red, 28.3.2016)

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