USA: Aus Anti-Gewalt-Video bekannter Bub angeschossen

28. März 2016, 16:13
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13-Jähriger in Chicago schwebt in Lebensgefahr

Chicago – Ein 13-jähriger Bub aus Chicago, der an einer Internet-Kampagne gegen Gewaltverbrechen mit Schusswaffen teilgenommen hatte, ist nun selbst durch eine Kugel gefährlich verletzt worden. Wie örtliche Medien über die Ostertage berichteten, wurde der Bub in der US-Metropole nahe seiner Wohnung von einer verirrten Kugel in den Rücken getroffen.

Der Teenager wurde operiert und befand sich laut dem Sender WGN-TV am Montag weiterhin in Lebensgefahr. Zarriel Trotter war erst vor einem Jahr in einem Youtube-Video aufgetreten, in dem die hohe Zahl von Todesfällen unter schwarzen Kindern und Jugendlichen durch Schusswaffengewalt angeprangert wird. Der Bub sagt darin: "Ich möchte nicht in einer Gemeinde leben, wo ich immer wieder hören und hören muss, dass Leute angeschossen werden, Leute getötet werden."

Das einminütige Video, in dem mehrere Burschen zu Worte kommen, endet mit dem Slogan: "Der Verlust eines schwarzen Buben ist ein Verlust für Amerika."

Armut und hohe Kriminalitätsrate

Trotter stammt aus der West Side von Chicago, einer Gegend, die von Armut und einer hohen Verbrechensrat geplagt wird. Er wurde den Medienberichten zufolge am Freitagabend (Ortszeit) angeschossen, als auf der Straße ein Streit zwischen zwei Gruppen ausbrach, der darin gipfelte, dass ein Mann zu schießen begann. Der Bub stand laut Polizei ein Stück weit von den streitenden Gruppen entfernt, als er von der Kugel getroffen wurde. (APA, 28.3.2016)

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