Kritik an Motorrädern nach tödlichem Unfall

28. März 2016, 16:08
125 Postings

Contador an der Spitze der Radprofis, die nach dem Tod des Belgiers Demoitie Konsequenzen fordern: "Brauchen Kontrolle"

Paris/Brüssel – Etliche Radprofis wie der Spanier Alberto Contador fordern nach dem tödlichen Unfall beim Frühjahrsklassiker Gent–Wevelgem Konsequenzen. "Wir brauchen eine Kontrolle der Motorräder bei den Rennen", schrieb der 33-Jährige am Montag auf Twitter und drückte der Familie des gestorbenen Kollegen Antoine Demoitie sein Mitgefühl aus.

Der 25-jährige Belgier war bei dem Eintagesrennen am Sonntag nach einem Sturz von einem Begleitmotorrad erfasst worden. Demoitie soll am Kopf getroffen worden sein, er starb in einem Krankenhaus in Lille. Ermittlungen zum Unfallhergang laufen.

"Ich habe keine Worte. R.I.P., Antoine Demoitie. Ich bin so wütend", twitterte der italienische Profi Daniel Oss. Noch vor der Todesnachricht hatte der Niederländer Bas Tietema das Reglement kritisiert. "Es gibt Protokolle für die Räder, fürs Wetter, fürs Doping. Aber wie viele Unfälle müssen passieren, bis etwas für die Sicherheit der Fahrer getan wird?"

Auch der australische Routinier Michael Rogers forderte eine Reaktion vom Weltverband (UCI) und der Fahrergewerkschaft (CPA). "Müssen tragische Umstände der Wegweiser für Veränderungen sein? Bitte, UCI und CPA, eure Fahrer brauchen euch jetzt!"

In der Vergangenheit war es immer wieder zu Zwischenfällen mit Begleitfahrzeugen gekommen. Ende Februar war Stig Broeckx bei Kuurne–Brüssel–Kuurne von einem Motorrad zu Fall gebracht worden und hatte sich unter anderem einen Schlüsselbeinbruch zugezogen. (APA, 28.3.2016)

  • Der Spanier Alberto Contador im Schatten der motorisierten Biester.
    foto: afp

    Der Spanier Alberto Contador im Schatten der motorisierten Biester.

Share if you care.