Wild bezwingt Play-off-Konkurrenten Colorado

27. März 2016, 11:47
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Vanek bekam 14 Minuten Eiszeit – Pittsburgh schoss Detroit 7:2 ab

Denver (Colorado) – Eishockey-Profi Thomas Vanek hat mit seinem NHL-Club Minnesota Wild einen wichtigen Schritt Richtung Play-offs gemacht. Die Wild setzten sich am Samstag in Denver gegen die Colorado Avalanche, den direkten Konkurrenten um den 8. Platz im Westen, mit 4:0 durch. Michael Raffl unterlag mit den Philadelphia Flyers unterdessen mit 1:2 bei den Arizona Coyotes, die Play-off-Hoffnungen sind aber intakt.

Star des Spiels im Pepsi Center war Zach Parise, der zwei Tore zum Erfolg beisteuerte, während Vanek ohne Scorerpunkt blieb. Der Steirer, der sein zweites Spiel nach einer kurzen Auszeit bestritt, während der er auf der Tribüne Platz nehmen musste, kam in 14:15 Minuten auf dem Eis auf vier Schüsse. Die achtplatzierten Wild (85 Punkte) haben fünf Zähler Vorsprung auf Colorado, zwar ein Spiel mehr ausgetragen, aber nun zudem auch die bessere Bilanz aus den Begegnungen gegeneinander, was bei der gleichen Anzahl an Punkten und Siegen entscheidet.

Die Flyers bekamen am Samstag überraschend deutliche Schützenhilfe vom Lokalrivalen im US-Staat Pennsylvania. Die Pittsburgh Penguins gewannen in der ehrwürdigen Joe Louis Arena in Detroit 7:2 gegen die Red Wings, die direkter Konkurrent Philadelphias um den Wild-Card-Rang im Osten sind. Aktuell halten beide Teams bei 85 Punkten, wobei die Flyers eine Partie weniger absolviert haben. Bei der knappen Niederlage in Arizona schrieb Raffl nicht an.

Ach, Kanada

Ebenfalls ohne Erfolgserlebnis blieben Michael Grabner und die Toronto Maple Leafs. Die Kanadier verloren vor Heimpublikum mit 1:3 gegen die Boston Bruins, die damit auf Rang drei der Atlantic Division blieben. Die Leafs haben auf die Play-off-Teilnahme keine Chance mehr – wie nunmehr auch die Montreal Canadiens, die durch eine 2:5-Niederlage gegen die New York Rangers rechnerisch aus dem Rennen sind.

Damit nimmt das Szenario einer "Post Season" ohne kanadische Vertreter immer konkretere Formen an, belegen doch in der Western Conference Calgary, Winnipeg, Vancouver und Edmonton die letzten vier Plätze. Das einzige Team mit einer winzigen Resthoffnung sind die Ottawa Senators, die im Osten mit 77 Punkten auf Platz 12 liegen. Erst einmal, in der Saison 1969/70, gingen die Play-offs ohne kanadische Beteiligung über die Bühne. Vor 46 Jahren gab es mit Montreal und Toronto nur zwei Clubs aus Kanada, die NHL bestand aus zwölf Teams. (APA, 26.3.2016)

NHL-Ergebnisse vom Samstag: Colorado Avalanche – Minnesota Wild (mit Vanek) 0:4, Arizona Coyotes – Philadelphia Flyers (mit Raffl) 2:1, Toronto Maple Leafs (mit Grabner) – Boston Bruins 1:3, Buffalo Sabres – Winnipeg Jets 3:2, Detroit Red Wings – Pittsburgh Penguins 2:7, San Jose Sharks – Dallas Stars 2:4, Carolina Hurricanes – New York Islanders 3:4 n.V., Montreal Canadiens – New York Rangers 2:5, Tampa Bay Lightning – Florida Panthers 2:5, Ottawa Senators – Anaheim Ducks 3:4 n.V., Washington Capitals – St. Louis Blues 0:4, Nashville Predators – Columbus Blue Jackets 5:1, Calgary Flames – Chicago Blackhawks 1:4, Los Angeles

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