Oberösterreichische Raiffeisenbank setzt auf Fusionen

26. März 2016, 13:06
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Sieben Regionalbanken werden im September zusammengelegt. Das Effizienzprogramm 2020 trägt Früchte

Linz – In Oberösterreich stellen sich einzelne regionale Raiffeisenbanken neu auf. Wie die "Oberösterreichischen Nachrichten" am Samstag berichteten, dürften vor allem kleinere Institute angesichts steigender behördlicher Auflagen, die Kosten verursachen, verstärkt auf Fusionen setzten. Schlecht geht es den Raiffeisenbanken im Bundesland aber offenbar nicht. 2015 schlossen alle 94 Institute positiv ab.

Im Jahr 2010 hätten sich die Finanzkrise und Probleme bei Unternehmenskrediten noch negativ auf die Ergebnisse einiger Raiffeisenbanken ausgewirkt. Im Jahr 2015 stieg das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) der regionalen Raiffeisenbanken laut vorläufigen Zahlen um 17 Prozent auf insgesamt 159 Millionen Euro.

Vier Institute weniger

Die Zahl der oberösterreichischen Raiffeisenbanken hat sich seit 2010 von 99 auf 94 verringert. Im September wird diese Zahl auf 88 sinken, wenn im Traunviertel die sieben Raiffeisenbanken Micheldorf, Kremsmünster, Pettenbach, Molln, Ried/Traunkreis, Schlierbach und Nußbach zum Institut "Region Kirchdorf" fusionieren. Als Vorbild dürfte den Banken dabei die Raiffeisenbank "Region Schärding" gelten, die 2010 durch eine Fusion entstanden ist. "Seither haben wir das Ergebnis jedes Jahr um eine Million Euro gesteigert", sagt Geschäftsleiter Rudolf Bauer. Als größere Einheit tue man sich leichter, zu reagieren.

Kosten senken

Wie Heinrich Schaller, Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank (RLB), zu den "OÖN" sagte, müsse auch Raiffeisen effizienter werden. Schaller will dazu mit dem laufenden Projekt "Raiffeisenbankengruppe OÖ 2020" Kosten senken und die Erträge sowie die Kundenzahl erhöhen. Die Primärbanken schaffen Einsparungen, indem sie etwa ihre Revision und Tätigkeiten zur Verhinderung von Geldwäsche an die RLB auslagern oder Prozesse und Produkte standardisieren. Erfolge seien laut Schaller bereits sichtbar. So habe sich seit 2012 das Gesamt-EGT der regionalen Raiffeisenbanken um 44 Prozent erhöht, die Zahl der Mitarbeiter und Filialen sei nur geringfügig gesunken. (APA, 26.3.2016)

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