Flüchtlingsunterbringung statt Vier-Sterne-Hotel in Sachsen

Ansichtssache25. März 2016, 14:32
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Insgesamt 240 Gäste hat das Hotel von Peter Kilian Rausch im deutschen Bautzen, Sachsen. Ständig. Denn im Juli 2014 hat der Hotelier seine Vier-Sterne-Unterkunft in ein Flüchtlingsheim verwandelt. 15 Jahre lang hat Rausch das Haus geleitet, dann bewarb er sich bei einer Ausschreibung des Landratsamtes Bautzen. Er war der Einzige, der ein Flüchtlingsquartier eröffnen wollte. Die Gäste waren nämlich schon länger ausgeblieben, Rausch wollte sich aus der wirtschaftlichen Misere ziehen.

Als schließlich klar war, was aus dem "Spree Hotel" werden sollte, hagelte es Kritik wegen des geplanten Umbaus. Als die ersten Flüchtlinge einzogen, demonstrierten Rechtsradikale vor dem Zaun, den Rausch hochziehen ließ. Kein Wunder, brachte es die rechte AfD bei der Landtagswahl 2014 doch auf fast 15 Prozent. Die NPD erreichte immerhin elf Prozent der Stimmen.

Die Kritik an der Unterbringung ist geblieben, doch Rausch versicherte dem Nachrichtenportal "stern.de", dass er viel mehr Struktur in den Alltag der Flüchtlinge gebracht habe. Außerdem sei das neue Projekt "das Beste, was ihm je passiert ist". (red, 25.3.2016)

Weiterlesen

Stern.de – "Vom Pleite-Hotel zum erfolgreichen Asylheim"

Welt.de – "Das Flüchtlingsheim im Vier-Sterne-Hotel"

Tagesspiegel – "Flüchtlinge statt Hotelgäste im Vier-Sterne-Ressort"

foto: reuters/ina fassbender
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