Mondi bereut Investition in Kärnten

25. März 2016, 12:04
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Vorstand schließt Erweiterung des Werkes aus heutiger Sicht aus

Frantschach-St. Gertraud/Wien – Der Papierkonzern Mondi schießt wieder einmal scharf gegen das in Klagenfurt geplante Biomasse-Heizkraftwerk. Vorstandschef Peter Oswald bezeichnete am Freitag im Ö1-Interview die Großinvestition in den Mondi-Standort Frantschach im Kärntner Lavanttal als "Fehler". Die Ökostromförderung sei wettbewerbsverzerrend und unfair.

Mehr als 60 Mio. Euro hat der Konzern laut Oswald in den vergangenen Jahren in Frantschach bei Wolfsberg investiert: "Wir haben vor einigen Jahren eine Großinvestition in Frantschach durchgeführt, mit dem Versprechen der Politik, das Ökostromgesetz zu ändern. Das war ein Fehler, darauf gehört zu haben. Wir werden versuchen, das Unternehmen in Schuss zu halten, aber Erweiterungsinvestitionen kommen aus heutiger Sicht auf der Papierseite nicht infrage."

Mondi selbst habe viel in erneuerbare Energie investiert, ganz ohne Förderungen. Er halte es aus den verschiedensten Gründen für nicht sinnvoll, große Mengen an Holz aus anderen Ländern nach Österreich zu importieren, wie es aufgrund der Ökostromförderung derzeit der Fall sei, so Oswald. (APA, 25.3.2016)

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