Anschlagspläne vereitelt: Antiterroreinsatz in der Nähe von Paris

25. März 2016, 10:19
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Innenminister: Plan sei in einem "fortgeschrittenen Stadium" gewesen – Keine Verbindung zu Anschlägen in Paris und Brüssel

Paris – Die französischen Sicherheitsbehörden haben nach Angaben von Innenminister Bernard Cazeneuve ein neues Attentat verhindert. Es habe am Donnerstag eine "bedeutende Festnahme" gegeben, durch die ein "im fortgeschrittenen Stadium geplantes Attentat in Frankreich vereitelt wurde", teilte Cazeneuve mit. "Kein greifbares Element" verbinde aber "diesen Plan mit den Attentaten von Paris und Brüssel".

In Abwesenheit verurteilt

Der festgenommene Terrorverdächtige ist laut Polizeikreisen im vergangenen Jahr zusammen mit dem mutmaßlichen Drahtzieher der Pariser Anschläge verurteilt worden. Reda K. sei im Juli in Brüssel gemeinsam mit Abdelhamid Abaaoud in Abwesenheit wegen Mitgliedschaft in einer Jihadistenzelle schuldig gesprochen worden, verlautete am Freitag aus Kreisen der Ermittler.

Laut Polizeikreisen wurde in der durchsuchten Wohnung des Mannes eine kleinere Menge Sprengstoff gefunden. Die Umgebung sei abgesperrt worden.

Dem Antiterroreinsatz nordwestlich von Paris gingen laut "Le Parisien" mehrere Wochen an Ermittlungen voraus. Seit 17.30 Uhr am Donnerstag wurde demnach das gesamte Gebäude, in dem sich der Verdächtige aufhielt, evakuiert – insgesamt mussten rund 50 Personen das Haus verlassen. Am Abend wurde aus Sicherheitsgründen schließlich der gesamte Häuserblock geräumt. (red, APA, 24.3.2016)

  • Polizeieinsatz in der Nacht zum Freitag in Argenteuil bei Paris.
    foto: afp photo / geoffroy van der hasselt

    Polizeieinsatz in der Nacht zum Freitag in Argenteuil bei Paris.

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