Bildungsressort fördert Sprachkurse und Konfliktlösung

24. März 2016, 17:49
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Fast 24 Millionen Euro aus dem "Integrationstopf" für spezifische Angebote für Flüchtlinge in den Schulen

Wien – Rund 23,75 Millionen Euro zusätzlich hat das Bildungsministerium zur Integration von Flüchtlingen aus dem sogenannten "Integrationstopf" vom Finanzministerium erhalten. Wofür wird das Geld ausgegeben? Ein Überblick:

  • Sprache 15 Millionen Euro stehen für zusätzliche Sprachkurse zur Verfügung. Die Zahl der Planstellen für "Sprachstartkurse" wurde von bisher 442 um 208 Stellen aufgestockt. Das seien aber noch immer 80 Posten weniger, als die Länder eingereicht haben, sagte Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) am Donnerstag im Ö1-Mittagsjournal. Die Länder sollten dennoch die benötigten Lehrer einstellen, das Ministerium werde das Geld wie früher auch rückerstatten. Erstmals gibt es auch für die verhältnismäßig kleine Gruppe der Seiteneinsteiger an den Gymnasien und berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (BMHS) spezielle Sprachförderung, hier werden 50 Posten neu geschaffen.

  • Kommunikation und Konfliktlösung Interkulturelle Teams können angefordert werden, wenn es Probleme bei der Kommunikation mit den Eltern oder Konflikte in der Schule gibt. Österreichweit werden 75 zusätzliche Sozialpädagogen, Sozialarbeiter und Psychologen eingesetzt. Dafür sollen 3,2 Millionen Euro investiert werden.

  • Kompetenzermittlung Seit November können jugendliche Flüchtlinge ohne Deutschkenntnisse sogenannte Übergangsstufen an den BMHS besuchen. In den österreichweit 44 angebotenen Kursen (Förderung: rund zwei Millionen Euro) werden sie auf den späteren Besuch einer BMHS oder eine Lehre vorbereitet.

  • Erwachsenenbildung Damit nicht mehr schulpflichtige Flüchtlinge alphabetisiert werden, eine Basisbildung erhalten oder Bildungsabschlüsse nachholen können, werden 1200 zusätzliche Plätze in der Erwachsenenbildung geschaffen (3,6 Millionen Euro).

Insgesamt sind 9815 Flüchtlinge als Schüler zusätzlich an Österreichs Schulen gelandet, fast die Hälfte davon an Standorten in Niederösterreich (2404) und Wien (2234). In Oberösterreich werden 1456 Flüchtlingskinder beschult, in der Steiermark sind es 1221, in Tirol 731, in Kärnten 582, in Salzburg 539, in Vorarlberg 392 und im Burgenland 256. (APA; nim, 24.3.2016)

  • 24 Millionen gibt es für die Schulen aus dem Integrationstopf
    foto: christian fischer

    24 Millionen gibt es für die Schulen aus dem Integrationstopf

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