Mächtiger Drogenhändler in Kolumbien getötet

24. März 2016, 17:41
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Von Scharfschütze erschossen

Bogota – Bei einem Polizeieinsatz im Nordwesten von Kolumbien ist einer der mächtigsten Drogenhändler des Landes getötet worden. Jairo de Jesus Durango Restrepo alias "Guagua" sei in der Dschungelregion des Departments Choco ums Leben gekommen, sagte Polizeidirektor Jorge Hernando Nieto Rojas am Donnerstag im Fernsehsender RCN.

Laut einem Bericht der Zeitung "El Tiempo" tötete ein Scharfschütze den Mann, gegen den ein Auslieferungsgesuch der USA vorlag. Durango war der Militärchef des Verbrechersyndikats "Los Urabenos". Seine Bande soll pro Monat zwischen acht und zehn Tonnen Kokain über Mittelamerika und Mexiko Richtung USA schmuggeln. "Guagua" wird für die Vertreibung von Indios und Afrokolumbianern aus ihren Dörfern verantwortlich gemacht. Ihm wurden unter anderem Mord, Entführung und Drogenhandel vorgeworfen.

Nach der Demobilisierung der rechtsgerichteten Paramilitärs Mitte der 2000er-Jahre schlossen sich viele ehemalige Kämpfer kriminellen Banden an. Derzeit verhandelt die linke Guerillaorganisation FARC mit der Regierung über einen Friedensvertrag. Experten dringen auf eine schnelle Wiedereingliederung der Rebellen in die Zivilgesellschaft, um eine ähnliche Entwicklung wie bei den Paramilitärs zu verhindern. (APA, 24.3.2016)

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