Papamonat: Ministerin Heinisch-Hosek "kompromissbereit"

24. März 2016, 13:02
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Frauenministerin hält aber an Forderung nach Versicherung und Kündigungsschutz im Papamonat fest

Wien – Nach Ostern sollen die Gespräche zum neuen Kinderbetreuungsgeld wieder aufgenommen werden. Familienministerin Sophie Karmasin (ÖVP), die die Verhandlungen zuletzt für gescheitert erklärt hat, sieht die SPÖ nun "ganz stark gefordert, sich zu bewegen". Es spießte sich zuletzt an Details zum Papamonat.

Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) sagte dem STANDARD am Rande einer Pressekonferenz am Donnerstag, sie sei "gesprächsbereit" und "mehr als kompromissbereit". Versicherung und Kündigungsschutz im Papamonat halte sie aber nach wie vor für sehr wichtig. Von Karmasin hatte es – wie berichtet – zuletzt geheißen, dass man bei den Verhandlungen auch einen diese Wünsche berücksichtigenden Kompromissvorschlag auf den Tisch gelegt habe. In der Begutachtungsphase hatte der ÖGB kritisiert, dass im Papamonat keine arbeitsrechtliche Absicherung besteht, wie auch kein Rechtsanspruch auf einen Bonus in Höhe von 700 Euro. Derlei Details zum Bonus nannte Heinisch-Hosek am Donnerstag nicht als Bedingung für eine Lösung.

Start bis Sommer 2017

Zum Zeitplan sagte die Frauenministerin, man wolle "so schnell als möglich" fertig sein. Wenn der Start mit Jänner 2017 nicht gelinge, werde das Kindergeldkonto, bei dem die bisher verfügbaren vier pauschalen Varianten des Kinderbetreuungsgeldes in ein Konto verschmolzen werden sollen, ein halbes Jahr später starten. (Gudrun Springer, 24.3.2016)

  • Frauenministerin Heinisch-Hosek (links) ist aus ÖVP-Sicht im Streit um das Kinderbetreuungsgeld "ganz stark gefordert, sich zu bewegen". Von Kündigungsschutz im Papamonat und dass die Väter dann versichert sind, will die Frauenministerin nicht abrücken.
    foto: apa/helmut fohringer

    Frauenministerin Heinisch-Hosek (links) ist aus ÖVP-Sicht im Streit um das Kinderbetreuungsgeld "ganz stark gefordert, sich zu bewegen". Von Kündigungsschutz im Papamonat und dass die Väter dann versichert sind, will die Frauenministerin nicht abrücken.

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