Schriftsteller Erich Hackl bekommt Anton-Wildgans-Preis

24. März 2016, 12:20
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Mit 15.000 Euro dotierter Literaturpreis der österreichischen Industrie wird im Mai verliehen

Wien – Der Schriftsteller Erich Hackl erhält den Anton-Wildgans-Preis der österreichischen Industrie 2015. Die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung wird dem 61-Jährigen im Mai bei einem Festakt im Wiener Haus der Industrie überreicht.

"Erich Hackl verbindet in unnachahmlicher Weise wohl recherchierte Fakten mit der Klarheit dichterischer Sprache, als Anwalt der Erinnerung, mit der Kraft der Empörung gegen Unrecht, um Menschenschicksalen eine Stimme zu geben, die nicht vergessen werden dürfen", heißt es in der Jury-Begründung.

Erich Hackl, geboren am 26. Mai 1954 in Steyr, studierte Germanistik und Hispanistik an den Universitäten in Salzburg, Salamanca und Malaga. Ab 1977 war er Lektor für deutsche Sprache und österreichische Literatur an der Universität Complutense Madrid, von 1979 bis 1983 unterrichtete er als Lehrer für Deutsch und Spanisch in Wien, von 1981 bis 1990 am Institut für Romanistik der Universität Wien. Seit 1983 arbeitet er als freier Schriftsteller.

Zahlreiche Auszeichnungen

Hackl erhielt bisher zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den Adalbert-Stifter-Preis und den Literaturpreises der Stadt Wien. Zu seinen bekanntesten Werken zählen "Abschied von Sidonie" (1989) oder "Die Hochzeit von Auschwitz. Eine Begebenheit." (2002). Zuletzt veröffentlichte er 2014 den Erzählband "Drei tränenlose Geschichten".

Die Jury für den Wildgans-Preis setzte sich diesmal aus Marianne Gruber (Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Literatur), Johann Holzner (Universität Innsbruck) und der Autorin Barbara Neuwirth zusammen.

Der 1962 ins Leben gerufene Anton-Wildgans-Preis geht jährlich an eine österreichische Schriftstellerin oder einen österreichischen Schriftsteller der jüngeren oder mittleren Generation, deren bzw. dessen "Schaffen die abschließende Krönung noch erwarten lässt". Unter den bisherigen Preisträgern finden sich unter anderem Ingeborg Bachmann, Michael Köhlmeier, Arno Geiger, Olga Flor und zuletzt Barbara Hundegger. (APA, 24.3.2016)

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