Irritationen über Facebook-Posting von Andreas Khol

24. März 2016, 12:37
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Präsidentschaftskandidat: "Demokratie allein sichert die Freiheit nicht"

Wien – Fragen zu seinem Demokratieverständnis muss sich der ÖVP-Präsidentschaftskandidat Andreas Khol derzeit auf seiner Facebook-Seite gefallen lassen. Als Reaktion auf die Terroranschläge in Brüssel postete Khols Team ein Foto des Kandidaten im Gespräch mit Polizisten, versehen mit dem Satz: "Demokratie allein sichert die Freiheit nicht." In den Kommentaren wird Khol etwa vorgeworfen, er träume vom Ständestaat.

Solche Interpretationen weist eine Sprecherin des Kandidaten zurück. "Um die Sicherheit zu erhöhen, braucht es mehr Geld für Polizei und Bundesheer", sei die einzige Aussage des Sujets. "Nur weil man ein demokratisches System hat, ist die Freiheit noch nicht gesichert." Die kritischen Postings seien wohl organisiert – immerhin seien am Mittwochabend, kurz nach der Veröffentlichung des Fotos, ausschließlich positive Kommentare abgegeben worden. Erst am späten Donnerstagvormittag würden kritische Kommentare regelrecht auf die Seite einprasseln.

Auch die Darstellung uniformierter Polizisten für Wahlwerbung sei unproblematisch, so die Sprecherin Khols: Das Bild sei bei einem Fototermin am Grenzort Spielfeld entstanden, die Verwendung für den Wahlkampf genehmigt. (sefe, 24.3.2016)

  • Der Präsidentschaftskandidat ruft mit diesem Facebook-Posting kritische Stimmen auf den Plan.
    foto: screenshot, facebook.com/andreaskhol

    Der Präsidentschaftskandidat ruft mit diesem Facebook-Posting kritische Stimmen auf den Plan.

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