Basis der Euro-Jihadisten

Einserkastl23. März 2016, 17:52
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Der Bezugspunkt ist der "Islamische Staat im Irak und Syrien"

Die Attentäter von Brüssel waren polizeibekannt – nicht wegen Terrorismus, sondern wegen Bandenkriminalität. Tatsächlich sind fast alle der europäisch-islamistischen Terroristen aus der Arbeitslosigkeit und (Klein-)Kriminalität zum Islamismus und Terrorismus gekommen. Armselige Randfiguren, deren Leben durch die massenmörderische Wahnwelt des "Islamischen Staats" (IS) mit einem Mal so etwas wie Bedeutung bekommen haben.

Trotz dieser Erkenntnis verbieten sich sozialkritisch unterlegte Erklärungsmuster. Diese Leute handeln nicht, weil sie sozial benachteiligt wären, sondern weil sie den Westen, in dem sie leben, als absoluten Feind betrachten. Sie hassen uns für das, was wir sind: eine trotz aller Defizite letztlich freie, friedliche und wohlhabende Gesellschaft, in der kein Platz für religiösen Wahn (mehr) ist.

Diese meist euroarabischen Fanatiker mit ihren irrealen islamistischen Weltherrschaftsfantasien ("Kalifat") haben allerdings einen mehr als realen Bezugspunkt, Rückzugs- und Indoktrinationsraum: den "Islamischen Staat im Irak und Syrien".

Solange dieses Vipernnest existiert, haben die Euro-Jihadisten eine Basis. Es wird daher schon in den USA diskutiert, ob die Strategie (im Wesentlichen die Obamas), sich nicht auf einen ernsthaften Krieg gegen den IS einzulassen und versuchen, die Herausforderung für den Westen "auszusitzen", der Weisheit letzter Schluss ist. (Hans Rauscher, 23.3.2016)

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