Suarez-Comeback im Nationalteam

23. März 2016, 16:22
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Uruguays Stürmerstar fast zwei Jahre nach seiner Beißattacke: "Werde intelligenter sein" – Argentinien hofft nach schwachem Quali-Start auf Messi-Rückkehr

Montevideo/Santiago de Chile – Luis Suarez steht fast zwei Jahre nach seiner Beißattacke bei der WM 2014 in Brasilien erstmals wieder in Uruguays Fußball-Nationalteam. Am Freitag geht es in der WM-Qualifikation in Recife gegen Rekordweltmeister Brasilien. Er werde bei seinem Comeback intelligenter vorgehen, versicherte der Stürmerstar des FC Barcelona. Die Art und Weise, wie er Fußball spielt, werde er aber nicht ändern.

Mit Köpfchen

"Ich werde immer noch dieselbe Einstellung haben. Ich werde immer noch laufen, Druck machen und kämpfen, weil niemand meine Art zu spielen ändern kann", erklärte Suarez in einer Pressekonferenz in Montevideo. "Aber ich werde es überlegter machen, wie jetzt in Barcelona, und bei vielen Dingen intelligenter sein." Sein einziger großer Wunsch sei es gewesen, wieder in der Nationalmannschaft spielen zu dürfen.

Suarez hatte bei der WM 2014 durch einen Biss gegen den italienischen Verteidiger Giorgio Chiellini für Aufsehen gesorgt. Auf Nationalteam-Ebene wurde der Torjäger daraufhin für neun Pflichtspiele gesperrt. Diese Sperre ist nun abgesessen. "Ich habe keinen Druck", versicherte Suarez. Mit Teamchef Oscar Tabarez habe er seine emotionale Rückkehr ausführlich besprochen. "Von Mensch zu Mensch."

Mit Messi

Nach vier von 18 Spielen liegt Uruguay in der südamerikanischen Qualifikation für die WM 2018 in Russland hinter Überraschungs-Spitzenreiter Ecuador auf Rang zwei. Die Brasilianer folgen dahinter auf Rang drei. Argentinien dagegen hat den Start wieder einmal verschlafen. Der Vizeweltmeister liegt mit lediglich fünf Punkten auf Rang sechs. Am Donnerstag (0.30 Uhr in der Nacht auf Freitag MEZ) im Schlager in Chile kehrt allerdings Superstar Lionel Messi zurück.

Argentiniens Kapitän hatte die vier bisherigen Quali-Spiele im Herbst wegen seiner Knieverletzung verpasst. Mit den Chilenen hat Messi nach dem im Elfmeterschießen verlorenen Finale bei der Copa America vergangenen Sommer noch eine Rechnung offen. "Eine Revanche ist das nicht, aber wir erwarten ein hartes Spiel", sagte der 28-Jährige. "Die drei Punkte sind wichtig für die Qualifikation."

Mit Druck

Auf Messi lastet in der Nationalmannschaft ein enormer Erwartungsdruck. Großes Turnier hat der Ausnahmekönner des FC Barcelona mit der "Albiceleste" noch keines gewonnen. Im Sommer wartet die 100-jährige Jubiläumsausgabe der Copa America in den USA. Davor gilt es aber, in der Qualifikation für Russland auf Kurs zu kommen. Nach dem Gastspiel in Chile geht es nächste Woche in Cordoba gegen Bolivien weiter. (APA/Reuters, 23.3.2016)

  • Luis Suarez verspricht, künftig das Hirn beim Spiel nicht mehr auszuschalten.
    foto: reuters/andres stapff

    Luis Suarez verspricht, künftig das Hirn beim Spiel nicht mehr auszuschalten.

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