Durchschnittsmiete steigt das erste Mal auf sieben Euro pro Quadratmeter

23. März 2016, 16:16
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Große Unterschiede zwischen den Bundesländern – Hausbesitzer geben am wenigsten fürs Wohnen aus

Wien – Wohnen wird teurer. 2015 sind die Durchschnittsmieten in Österreich erstmals auf über sieben Euro pro Quadratmeter gestiegen, geht aus einer am Mittwoch aktualisierten Aufstellung der Statistik Austria hervor. Zwischen den einzelnen Bundesländern schwanken die Mietkosten enorm. Wer einen langen Mietvertrag hat, fährt in der Regel günstiger. Hauseigentümer geben am wenigsten fürs Wohnen aus.

Bereits 474,6 Euro im Monat zahlten die Österreicher 2015 durchschnittlich für ihre Hauptmietwohnung inklusive Betriebskosten. Im Jahr 2004 waren es erst 351 Euro gewesen, erhoben die Statistiker. Damit ist der Quadratmeterpreis voriges Jahr auf 7,14 Euro gestiegen, nach 6,93 im Jahr 2014 und 5,29 Euro im Jahr 2004.

Am billigsten war das Mieten im Burgenland (5,36 Euro) und in Kärnten (5,71 Euro). Am meisten zahlten die Salzburger (8,66 Euro) und Vorarlberger (8,11 Euro). In Wien waren es 7,45 Euro.

Neuverträge teuer

Deutliche Unterschiede gab es auch, was die Dauer der Mietverhältnisse betrifft. Bei Neuverträgen (bisherige Mietdauer weniger als zwei Jahre) wurden im Jahr 2015 monatlich 8,7 Euro pro Quadratmeter bezahlt. Haushalte mit mehr als 30-jähriger Vertragsdauer gaben dagegen nur 4,9 Euro für Miete und Betriebskosten aus. Gemeinde- und Genossenschaftswohnungen sind hier eingerechnet.

Wer sein Haus oder seine Wohnung besitzt, gibt im Schnitt weniger fürs Wohnen aus. Bei in Eigentum bewohnten Häusern betrugen die Wohnkosten pro Quadratmeter zuletzt 3,2 Euro, bei Eigentumswohnungen waren es 5,2 Euro und bei privaten Mietwohnungen 9,8 Euro. Die Wohnkosten beinhalten unter anderem die Ausgaben für Strom und Gas sowie den Zinsanteil der Kreditrückzahlung. (APA, 23.3.2016)

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