"Mein Ein, mein Alles": Abwärts mit voller Intensität

23. März 2016, 15:40
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In ihrem vierten Spielfilm inszeniert Maïwenn eine leidenschaftliche Beziehung mit ungestümer Note

Die Franzosen haben den Begriff erfunden und das Patent darauf: Amour fou, was denn sonst. Im vierten Spielfilm von Maïwenn, Mon roi / Mein Ein, mein Alles, verliebt sich die Anwältin Tony (Emmanuelle Bercot) in den von Vincent Cassel mit einer Extraladung Charme versehenen Restaurantbesitzer Giorgio. Eine leidenschaftliche Beziehung, die mit ungestümer Note inszeniert wird – das Miteinander der beiden wurde auf Grundlage von Notizen improvisiert. Risse entstehen, weil immer nur er die Grenzen erweitert: Die Ex-Freundin, ein Model, labil, fordert Aufmerksamkeit ein; umgekehrt wird Tony, nunmehr schwanger, von ihrem König öfters zurückgewiesen.

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Dass das nicht gutgeht, weiß man von Beginn an: Maïwenn, durch ihre Liaison mit Luc Besson selbst ein gebranntes Kind, erzählt dies in Rückblenden. Tony hatte einen Skiunfall. Der rekonstruierte emotionale Schusslauf krankt nicht an Intensität. Was hier bedeutet, dass Nuancen auf der Strecke bleiben. (kam, 23.3.2016)

  • Leidenschaft in jeder Hinsicht: Emmanuelle Bercot und Vincent Cassel in "Mein Ein, mein Alles".
    foto: apa

    Leidenschaft in jeder Hinsicht: Emmanuelle Bercot und Vincent Cassel in "Mein Ein, mein Alles".

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