Pollenallergie: Fünf Tipps für die heiße Phase

23. März 2016, 11:52
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Die Erwärmung der Erde verlängert die Pollenflugzeit. Heuschnupfen und Allergien werden immer mehr. Fünf Tipps für die kritische Zeit

Durch die Erderwärmung verlängert sich die Flugzeit der Pollen. In Österreich und Europa warnen Wissenschaftler bereits vor einem Allergie-Boom, weil die Temperaturen immer weiter zunehmen. Pollenallergien und Heuschnupfen nehmen in der Bevölkerung stark zu, prognostizieren Forscher. Rund 1,6 Millionen Menschen leiden an einer Allergie, zwischen 600.000 und 700.000 Personen sind von Asthma betroffen.

"Bei entsprechender Allergie gegen Pollen kann es zu beträchtlichen Beschwerden der oberen und unteren Atemwege kommen. Neben juckenden Augen und laufender Nase leiden vor allem Patienten mit Asthma bronchiale häufig an Husten und Atemnot. Der Nachtschlaf ist häufig gestört, das Wohlbefinden nimmt in dieser Zeit deutlich ab", sagt Lungenfacharzt Arschang Valipour, Oberarzt der Lungenabteilung am Otto-Wagner-Spital.

Gründe für die steigende Tendenz sind unter anderem die zunehmende Ozon- und Feinstaubbelastung sowie die Vielzahl an synthetischen Substanzen in unserer Umwelt. Grundsätzlich gilt folgendes Prinzip bei der Behandlung: Allergenvermeidung, Therapie der Ursache und Behandlung der Symptome. "Für die Vermeidung ist es in jedem Fall notwendig, sich regelmäßig zu informieren, welche Pollenbelastungen derzeit vorherrschen. Das kann man ganz einfach über die Medien oder beim Pollenwarndienst (polleninfo.at) in Erfahrung bringen", sagt Thomas Schlatte, Sprecher der Plattform MeineRaumluft.at.

Das Portal hat nun für alle betroffenen Allergiker fünf Tipps zusammengestellt, mit denen sich die Hochsaison besser überstehen lässt.

  • Tipp 1: Die Tageszeit beachten
    Mittags ist die Pollenbelastung in der Regel am größten. Es gibt zudem Unterschiede zwischen Stadt und Land: In Städten fliegen meist morgens am wenigsten Pollen, während auf dem Land abends die Pollenbelastung am niedrigsten ist.
  • Tipp 2: Nicht draußen trainieren
    Schwere körperliche Anstrengungen im Freien sind in der Zeit des Heuschnupfens tabu. Sie atmen sonst zu viele Allergene ein und riskieren Atemnot und heftige allergische Reaktionen. Gehen Sie lieber in ein Fitness-Studio oder Hallenbad.
  • Tipp 3: Kleider machen allergisch
    Pollen haften sich auch an die Kleidung. Ziehen Sie sich daher nicht im Schlafzimmer um, sondern eher im Badezimmer. Die Kleidung sollte auch regelmäßig gewaschen werden, wobei die Wäsche wegen der Pollen wiederum nicht im Freien trocknen sollte.
  • Tipp 4: Nutzen Sie den Regen!
    Der Regen spült die Pollen aus der Luft, vorausgesetzt es regnet länger als 15 Minuten. Nutzen Sie die Zeit danach für einen ausgiebigen Spaziergang.
  • Tipp 5: Duschen statt Niesen
    Wer den ganzen Tag unterwegs ist, sammelt nicht nur Staub und Schmutz am Körper, sondern auch Pollen. Sie kleben in den Haaren, im Mund und in der Nase. Eine Dusche vor dem Schlafengehen entspannt nicht nur den Geist, sondern auch den allergiegeplagten Körper. Die Allergene landen im Abfluss und nicht im Bett. Wenn Sie auch noch daran denken, Ihre Nase beim Duschen schonend auszuspülen, lösen sich die Pollen von den Schleimhäuten und das Aufatmen kann beginnen. (red, 23.3.2016)
  • Pollen-Allergiker leiden an juckenden Augen und laufender Nase, Husten und Atemnot.
    foto: dpa/dpaweb

    Pollen-Allergiker leiden an juckenden Augen und laufender Nase, Husten und Atemnot.

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