Williams-Konter gegen Djokovic

23. März 2016, 11:23
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Williams fordert gleiche Entlohnung für Damen und Herren und erhält Schützenhilfe von Murray – Serbe entschuldigt sich

Miami – Mit dem Rücktritt von Raymond Moore als Indian-Wells-Turnierdirektor nach dessen Herabwürdigung der Damen-Tour WTA gegenüber der ATP-Tour der Herren ist die aktuelle Geschlechter-Diskussion im Tennis noch nicht erledigt gewesen. Denn am Dienstag brach zwischen den beiden Weltranglisten-Ersten ein Schlagabtausch um finanzielle Gleichberechtigung los.

"Ich glaube, dass unser Herrentennis, die ATP-Welt, um mehr kämpfen sollte, weil die Statistiken zeigen, dass wir viel mehr Zuschauer bei Herrenmatches haben", argumentierte der Serbe Novak Djokovic für eine bessere Entlohnung der Herren.

Serena Williams konterte: "Wenn ich eine Tochter habe, die Tennis spielt, und ich habe einen Sohn, der Tennis spielt, würde ich nicht sagen, dass meinem Sohn mehr Geld zusteht, weil er ein Mann ist", sagte die 34-jährige US-Amerikanerin. Andy Murray schlug sich auf die Seite der Damen: "Ich denke, es sollte gleiche Bezahlung geben", meinte der Schotte, "zu 100 Prozent, besonders bei den kombinierten Turnieren."

Entschuldigung

Djokovic entschuldigte sich wenig später auf seiner Facebook-Seite. "Euphorie und Adrenalin" nach seinem Turniersieg in Indian Wells hätten ihn zu diesen Kommentaren veranlasst. Er habe lediglich über die fairere und bessere Verteilung der Ressourcen sprechen wollen – "das war sowohl in Bezug auf Männer als auch auf Frauen gemeint".

"Das war von Anfang an meine Meinung, und ich möchte mich bei allen entschuldigen, die das falsch verstanden haben", sagte Djokovic. Er wollte damit "keinesfalls einen Kampf der Geschlechter und um Unterschiede in der Bezahlung" anzetteln, versicherte der 28-Jährige. (APA/dpa, 23.3.2016)

  • Serena Williams erhält Unterstützung von Andy Murray.
    foto: reuters/geoff burke-usa today sports

    Serena Williams erhält Unterstützung von Andy Murray.

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