Ausgebremst: Sony schließt "DriveClub"-Hersteller Evolution

23. März 2016, 10:05
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Ende nach zehn Jahren – "WRC" und "MotorStorm" standen am Anfang

Sony hat das Entwicklerstudio hinter dem Rennspiel "DriveClub" geschlossen. Dabei musste der Hersteller Evolution bereits vergangenes Jahr Einsparungen hinnehmen. Damit geht eine zehnjährige Laufbahn zu Ende. Neben "Driveclub" produzierte die Schmiede auch die Racer "WRC" und "MotorStorm" für PlayStation-Konsolen.

Nach Microsofts Auflassung des Herstellers Lionhead ist es unterdessen die zweite Schließung eines namhaften britischen Spielentwicklers innerhalb weniger Wochen.

Neue Prioritäten

In einer Aussendung erklärt Sony, die betroffenen Mitarbeiter, so weit es geht, in anderen Projekten unterbringen zu wollen. Die Schließung wird mit der Umverteilung von Ressourcen innerhalb der europäischen Studios begründet. Man wolle sich auf jene Entwickler fokussieren, die bereits neue Werke in Arbeit haben.

"DriveClub" legte 2014 nach einigen Terminverschiebungen einen holprigen Start auf PS4 hin, konnte sich in den vergangenen Jahren jedoch dank zahlreicher Updates zu einem populären Titel in der Rennspielgemeinde entwickeln.

Spekulationen

Welche neuen Games für Sony genau wichtiger geworden sind als "DriveClub", verriet der Herausgeber nicht. Es ist allerdings gut möglich, dass mit der Anbahnung von "Gran Turismo 6" des japanischen Studios Polyphony Digital ein weiteres großes Rennspiel von Evolution redundant gewesen wäre. Zudem haben sich einige europäische Studios des Konzerns in den vergangenen Jahren auf die Entwicklung von Virtual-Reality-Inhalten für Sonys im Oktober erscheinendes System PlayStation VR konzentriert. Evolution hatte zumindest an einer VR-Adaptierung von "DriveClub" gearbeitet, ob die Version noch fertiggestellt werden konnte, ist nicht bekannt. (zw, 23.3.2016)

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    foto: driveclub
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