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Mentale Stärke

23. März 2016, 09:26

Die richtigen Tools für Stresssituationen

Die TUday bietet Studierenden an der TU Wien sowie interessierten Absolventinnen und Absolventen die Möglichkeit, sich an den Messeständen der ausstellenden Unternehmen über Karrierechancen zu informieren und gleichzeitig erste Kontakte zu knüpfen, die zu -einer Einladung zum Bewerbungsgespräch für einen Job führen können. Und vielleicht plaudert man am Messestand sogar schon mit den künftigen Kolleginnen und Kollegen – alles ist möglich. Denn unabhängig davon, welche individuellen Ziele auch immer mit dem Besuch verfolgt werden – man sollte sich selbst treu bleiben und fachliche sowie persönliche Qualifikationen in den Vordergrund stellen. Sandra Schmid, diplomierte Mentorin und Mentalcoach, Institut Kutschera, ist jedenfalls überzeugt davon, dass man damit die besten Chancen hat: "Es ist wichtig, stets mit Zuversicht und Vertrauen in sich selbst Herausforderungen anzugehen – dann klappt es!"

Frau Schmid, wie kann man sich mental am besten auf ein Gespräch an einem Messestand bei der TUday vorbereiten? Was tun, wenn plötzlich die Hände zittern, sich die Stimme überschlägt und sonstige kleine Pannen passieren? Wie bekommt man seine Ängste vor einem wichtigen Termin in den Griff?

Die Vorbereitung für ein Gespräch bei der TUday ist gar nicht so kompliziert, wie viele vielleicht denken. Es ist vergleichbar mit großen Sportereignissen, wenn innerhalb eines kurzen Zeitraums gehäuft sehr viele Verletzungen auftreten und Topsportlerinnen und -sportler daraufhin nicht die gewohnten Spitzenplätze erreichen: Wenn die Angst zu versagen oder sich zu verletzen in einem drin ist, dann ist auch die Wahrscheinlichkeit, sich tatsächlich zu verletzen oder zu versagen, größer. Etwa 70 Prozent unseres Leistungszustandes manifestieren sich über unsere Körpersprache. Es geht also darum, in welchem Zustand ich auf die Firmenvertreterinnen und Firmenvertreter zugehe. Und wenn man alleine beim Gedanken an die letzten Meter bis zum gewünschten Messestand schon schweißnasse Hände bekommt oder einem die Knie zittern, dann hilft es vielen, an einen Ort zu denken, den sie gerne mögen. Das können Berge, das Meer oder was auch immer sein. Wichtig ist, dass man versucht, die negativen Gefühle und Ängste in etwas Positives, Angenehmes umzuwandeln.

Was tun, wenn man beim Gespräch das Gefühl hat, dass es nicht so gut läuft oder man es nicht geschafft hat, das Unternehmen für sich zu begeistern?

Es gibt drei Punkte, die man im Idealfall für sich analysieren kann: Wie war mein innerer Zustand, habe ich mich wohlgefühlt, und habe ich mein Ziel des Gesprächs fokussiert? Wichtig ist zudem, immer Interesse am Gesprächspartner zu zeigen und bei Unklarheiten einfach nachzufragen. Bekommt man Feedback, sollte man dies würdigen und sich entsprechend höflich dafür bedanken.

Wir haben jetzt viel über den optimalen inneren Zustand gesprochen – wie kann man sich denn in diesen Zustand versetzen?

Ich versuche die Menschen bei einem Coaching auf allen Sinneskanälen anzusprechen. Und je mehr Sinne man letztlich in einer stressvollen Situation einsetzen kann, um sich in seinen optimalen persönlichen Zustand versetzen zu können, desto besser ist es. Wer schweißnasse Hände bekommt, kann mit ein paar leichten Interventionsübungen schon sehr viel erreichen. Eine Übung dazu ist beispielsweise, sich vorzustellen, dass die Beine Teil eines Baumes sind, der fest und sicher steht. Das Beispiel mit dem Baum ist ein mögliches Tool, das man in einem Coaching vermittelt bekommt. Ziel ist, dass man diese Werkzeuge verwenden kann, wenn man in eine bestimmte Situation kommt, die Unbehagen und Angst auslöst. Wenn jemand gehäuft Angst vor dem Versagen bei Bewerbungsgesprächen oder auch bei Prüfungen hat, empfehle ich, eine Expertin oder einen Experten aufzusuchen und ein Coaching auszuprobieren. Oft kann man so seine Blockaden in kurzer Zeit lösen.

Würde es allzu aufgeregten Messebesucherinnen und -besuchern etwas bringen, wenn sie die TUday nicht als Bewerbungssituation oder Vorstellungsgespräch betrachten, sondern als Chance, Kontakte zu knüpfen? Nimmt das den Leistungsdruck?

Ja! Mein Rat dazu: einfach immer neugierig sein, was die Welt für einen bereithalten könnte. Es geht darum, mit einer positiven Einstellung zur Messe zu gehen, und auch darum, auf sich zu vertrauen. Studierende brauchen keine Angst vor der Zukunft zu haben. Es gibt immer verschiedene Wege, um an sein Ziel zu gelangen, und man wird auch genau zum richtigen Zeitpunkt die Menschen treffen, die einen persönlich weiterbringen.

  • Artikelbild
    illu: peter hofmann
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