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Arbeitsmarkt Technik

23. März 2016, 09:23

So gelingen Berufseinstieg und Jobwechsel!

In Zeiten steigender Arbeitslosenzahlen ist es mittlerweile auch für Absolventinnen und Absolventen einer technischen oder naturwissenschaftlichen Studienrichtung nicht selbstverständlich, sofort nach der Diplomverleihung einen Arbeitsvertrag mit dem Wunschunternehmen unterzeichnen zu können. Trotz bester Qualifikation kann es vorkommen, dass der Traumjob einige Monate auf sich warten lässt. Fest steht also, dass der Berufseinstieg schwieriger ist als noch vor zwei oder drei Jahren. Daniela Haiden-Schroll, HR Consultant im TU Career Center, erklärt im Gespräch, wie man sich schon während des Studiums auf den Traumjob vorbereiten kann, und gibt Tipps fürs Praktikum, mögliche Einstiegsjobs und für die Wartezeit auf einen Arbeitsvertrag im Wunschunternehmen.

Frau Haiden-Schroll, bisher waren Absolventinnen und Absolventen eines technischen Studiums sehr gefragt und haben rasch nach Studienabschluss einen ausbildungsadäquaten Arbeitsplatz bekommen. Der Arbeits-markt sendet derzeit aber alles andere als positive Signale. Trifft das auch die Technik und Naturwissenschaften?

Es ist richtig, dass der Druck am Arbeitsmarkt insgesamt und vor allem auch für Berufseinsteiger und -einsteigerinnen zunimmt. Die Arbeitslosigkeit macht mittlerweile selbst vor Akademikern und Akademikerinnen mit technischem oder naturwissenschaftlichem Abschluss nicht mehr halt. Besonders stark betroffen sind Architektinnen und Architekten sowie Raumplanerinnen und Raumplaner. Darüber hinaus beobachten wir aber auch in den Fachrichtungen Maschinenbau und Elektrotechnik in den vergangenen zwei bis drei Jahren einen leichten Anstieg. Im Jänner 2016 gab es nur -wenige Ausnahmen von diesem Trend; einen Zuwachs an Stellenangeboten und Beschäftigten gab es z. B. in Informatik, Wirtschaftsingenieurwesen und Verfahrenstechnik.

Viele möchten bereits während ihres Studiums praktische Erfahrungen sammeln und auf diese Weise ein Unternehmen kennenlernen. Welche Vorteile bringt ein Praktikum für die berufliche Zukunft, und ist die TUday eine gute Möglichkeit, seine Chancen auszuloten?

Ich halte es für sehr wichtig, die TUday schon während des Studiums zu besuchen, weil man auf dieser Messe erste persönliche Kontakte zu spannenden Unternehmen knüpfen kann und oft auch Branchen oder Berufsbilder entdeckt, die man bis dahin vielleicht noch gar nicht für sich in Betracht gezogen hat.

Die meisten Praktikumsstellen werden für die Ferienzeit vergeben. Wie sieht es aber mit einer Beschäftigung während des Semesters aus?

Abseits der Ferienmonate und der "klassischen" Sommerpraktika gibt es natürlich weniger Praktikumsausschreibungen. Dennoch bieten einige Unternehmen auch spannende Möglichkeiten für Praktika, Werk- oder Projektverträge, geringfügige Beschäftigungen oder Teilzeitjobs während der Semester an.

Wie steht es mit fachunspezifischen Neben- oder Einstiegsjobs? Ist eine Karriere – von der Tellerwäscherin zur Millionärin bzw. vom Tellerwäscher zum Millionär – hierzulande überhaupt möglich?

Das ist eher der "American Dream" und in der Technik extrem unwahrscheinlich. Dazu sind technische Funktionen und Aufgabenbereiche zu komplex. Wichtig ist es, eine gute Basis und das nötige Spezialwissen zu haben.

Welche Vorteile bringt die Kooperation mit einem Unternehmen bei der Master- bzw. Diplomarbeit oder auch der Dissertation für den Berufseinstieg?

Man kommt auf diesem Weg wesentlich leichter zu einem Job im Wunschunternehmen, weil man einerseits mit dem Unternehmen, den betriebsinternen Abläufen, den verwendeten Tools und Technologien bereits vertraut ist und sich andererseits der künftige Arbeitgeber schon ein Bild von der Fachkompetenz und Persönlichkeit machen konnte. Es gibt auch immer mehr Forschungskooperationen zwischen Universitäten und Unternehmen, sodass sich verstärkt Möglichkeiten zur Zusammenarbeit bei Abschlussarbeiten und wissenschaftlichen Projekten ergeben.

Was tun, wenn man sein Studium absolviert hat und trotz vieler Praktika oder einer Kooperation bei Master- und Diplomarbeit nach der Graduierung nicht sofort einen Job bekommt und wochen- oder monatelang auf das Bewerbungsgespräch beim Wunschunternehmen warten muss?

Wir bereiten die Studierenden auf diesen Fall natürlich bestmöglich vor und kommunizieren, dass es durchaus möglich ist, dass man mehrere Monate auf den Berufseinstieg warten muss. Wichtig ist, dass man am Ball bleibt, nicht frustriert ist und auch ob der Absageschreiben nicht verzweifelt. Die Wartezeit aktiv zu nutzen und in eine Weiterbildung oder beispielsweise in einen Sprachkurs zu investieren, halte ich für eine sehr gute Idee.

  • Artikelbild
    foto: klaus ranger
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