Städel-Museum-Direktor Max Hollein wechselt nach San Francisco

23. März 2016, 08:34
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Ab Juni Direktor der Fine Arts Museums – "War doch an der Zeit, einen nächsten Schritt zu gehen"

Frankfurt – Das Frankfurter Städel-Museum verliert seinen Direktor: Max Hollein (46) wechselt in die USA und wird dort mit 1. Juni Direktor der Fine Arts Museums of San Francisco, wie das Städel-Museum am Dienstagabend in Frankfurt mitteilte. Der Kunsthistoriker Hollein hatte 15 Jahre lang die Schirn-Kunsthalle und später auch das Städel- sowie die Liebighaus-Skulpturensammlung geleitet.

Der Frankfurter Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzende der Schirn-Kunsthalle, Peter Feldmann (SPD), sprach von einem "großen Verlust für die deutsche Kulturlandschaft". Hollein hatte 2001 die Leitung der Schirn-Kunsthalle übernommen, 2006 kamen das Städel-Museum und die Liebighaus-Skulpturensammlung dazu.

Sanierung und Neubau

Die Kunstmuseen machten unter seiner Führung immer wieder mit spektakulären Ausstellungen von sich reden, etwa zu Raffael, Dürer oder Monet. Das Städel wurde saniert und mit einem Neubau erweitert. "Das Städel ist heute erfolgreich wie selten zuvor. Das ist insbesondere auch Max Holleins Verdienst", sagte der Vorsitzende der Administration des Städel-Museums, Nikolaus Schweickart.

Hollein selbst erklärte: "Frankfurt nach über fünfzehn Jahren zu verlassen ist für mich und meine Familie eine schwere Entscheidung. Wir haben diese Stadt und deren Menschen sehr in unser Herz geschlossen." Der Vater von drei Kindern fügte hinzu: "Selbst wenn ich befürchte, so gut und schön kann es nirgendwo anders sein, war es doch an der Zeit, einen nächsten Schritt zu gehen und sich einer neuen Herausforderung zu stellen."

Die Fine Arts Museums in San Francisco zähle zu den bestbesuchten Museen in den USA – 2014 hatte es 1,6 Millionen Besucher. (APA, 23.3.2016)

  • Nach 15 Jahren verlässt Max Hollein das Städel-Museum in Frankfurt.
    foto: apa / christoph schmidt

    Nach 15 Jahren verlässt Max Hollein das Städel-Museum in Frankfurt.

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