Brasilien registrierte seit Oktober 907 Fälle von Mikrozephalie

23. März 2016, 06:48
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Nach Ausbruch der Zika-Epidemie starben auch 198 Babys an schwerem Defekt

Brasilia – Brasilien hat seit dem Ausbruch der Zika-Epidemie im Oktober vergangenen Jahres 907 Fälle von Mikrozephalie bei Babys registriert. Wie das Gesundheitsministerium am Dienstag außerdem erklärte, starben 198 Babys an dem schweren Defekt.

Normalerweise gibt es in Brasilien jährlich rund 150 Fälle von Mikrozephalie – dabei haben die Neugeborenen einen abnormal kleinen Kopf und häufig auch schwere Hirnschäden.

Das Zika-Virus steht im Verdacht, Mikrozephalie bei Babys auszulösen, und gilt damit für Schwangere als besonders gefährlich. Derzeit laufen wissenschaftliche Untersuchungen zu dem vermuteten Zusammenhang zwischen Zika und Mikrozephalie. Als gesichert gilt hingegen, dass das Virus die schwere Nervenkrankheit namens Guillain-Barre-Syndrom auslösen kann.

Das von Mücken übertragene Zika-Virus grassiert derzeit vor allem in Südamerika. Besonders betroffen ist Brasilien: Die Zahl der Zika-Infektionen wird dort auf 1,5 Millionen geschätzt. Die brasilianischen Behörden untersuchen derzeit außerdem noch fast 4.300 weitere mögliche Fälle von Mikrozephalie, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. (APA, 23.3.2016)

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