Manneken Pis im Kampf gegen Terroristen: Karikaturisten zeichnen Solidarität

22. März 2016, 17:43
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Zeichnungen werden über soziale Medien verbreitet

Paris – Frankreich und Belgien Arm in Arm oder ein weinendes Manneken Pis: Nach den Anschlägen von Brüssel haben Karikaturisten ihre Anteilnahme auf Papier gebracht. Wie schon nach der Islamisten-Attacke auf das französische Satiremagazin "Charlie Hebdo" und der Pariser Terrorserie vom November wurden solche Zeichnungen am Dienstag vielfach über soziale Medien wie Twitter verbreitet.

Die Solidarität der vom Terror gezeichneten Länder Belgien und Frankreich stellte Plantu, der Karikaturist der Pariser Tageszeitung "Le Monde", in den Vordergrund. Bei ihm legt eine Figur in französischem Blau-Weiß-Rot den Arm um seinen Nachbarn im belgischen Schwarz-Gelb-Rot, beiden läuft eine Träne über die Wange.

Der algerische Zeichner Ali Dilem erinnerte mit traurigem Humor an die zahlreichen Anschläge der vergangenen Monate. Ein von einer Explosion gezeichneter Mann mit dem Schild "Je suis Bruxelles" (Ich bin Brüssel) kommt zu einer Gruppe von Menschen, die ähnliche Schilder mit anderen Ortsnamen festhalten, und fragt: "Rückt ihr ein Stück zur Seite?" Der Satz "Je suis Charlie" war nach dem Anschlag auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" zu einem international bekannten Ausdruck der Solidarität geworden.

Mehrere Zeichner nahmen sich das Brüsseler Wahrzeichen Manneken Pis vor. "In Ruhe zu pinkeln, ist das denn zu viel verlangt?", fragt die Figur bei Joann Sfar weinend.

Der französische Zeichner Nawak ließ das Männchen dagegen kämpferischer auftreten, bei ihm richtet es seinen Strahl ins Gesicht eines maskierten Terroristen und zeigt ihm den Stinkefinger: "Hier! Geschenk von Belgien!"

(APA, 22.3.2016)

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    foto: twitter, nawak
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