Machtkampf im europäischen Basketball

22. März 2016, 14:16
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Streit zwischen Fiba Europe und Euroleague spitzt sich zu – Fiba droht Verbänden mit Ausschluss

München – Der Basketball-Verband FIBA Europe startet im Machtkampf mit der Euroleague die nächste Attacke. Die europäische Konföderation droht ihren Mitgliedsverbänden mit Ausschluss von FIBA-Wettbewerben, sollten Vereine aus diesen Ländern beim von der Euroleague organisierten Eurocup starten. Das teilte die FIBA in der Nacht auf Dienstag nach einem Beschluss ihres Boards mit.

Jeder nationale Verband, der die "illegalen Praktiken" der Euroleague unterstütze und seinen Ligen oder Clubs erlaube, Vereinbarungen mit der Euroleague abzuschließen, "verliert automatisch das Recht, an Herren-Wettbewerben der FIBA Europe teilzunehmen", hieß es. Ausgenommen davon seien lediglich die 16 Teilnehmer an der Euroleague. Dieser Ausschluss könnte auch auf weitere Wettbewerbe ausgeweitet werden. Sollte sich der Weltverband (FIBA) dieser Forderung vollumfänglich anschließen, könnte dies damit womöglich sogar einen Olympia-Bann zur Folge haben.

Die Euroleague hatte zuletzt bereits Klage bei der Europäischen Kommission eingereicht, weil sie der FIBA unerlaubte Einflussnahme auf ihre Clubs vorwirft. Die FIBA Europe hatte am Montag das Konzept für ihre neue Champions League vorgestellt. Mit dieser Liga wollte der Verband eigentlich die bestehende europäische Königsklasse Euroleague als wichtigste Liga des Kontinents ablösen.

In der Champions League, die im Oktober starten soll, seien insgesamt 32 Mannschaften eingeplant, die in vier Gruppen spielen sollen, teilte die FIBA mit.

Damit ist klar, dass es in der kommenden Saison im europäischen Basketball zwei Spitzenwettbewerbe geben wird. Denn der bisherige Veranstalter, die Euroleague, macht weiter. Neben festen Lizenzen für elf europäische Spitzenmannschaften – darunter der FC Barcelona und ZSKA Moskau – ist dort auch ein Startplatz für einen deutschen Teilnehmer vorgesehen. (APA, sid, 22.3.2016)

  • Aus Kreisen der Euroleague heißt es, die FIBA Champions League des Verbands sei ein Schmäh. Schließlich werden die Meister aus Russland, Spanien (wie hier im Duell FC Barcelona gegen ZSKA Moskau) und der Türkei weiter in der Euroleague spielen.
    foto: apa/

    Aus Kreisen der Euroleague heißt es, die FIBA Champions League des Verbands sei ein Schmäh. Schließlich werden die Meister aus Russland, Spanien (wie hier im Duell FC Barcelona gegen ZSKA Moskau) und der Türkei weiter in der Euroleague spielen.

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